Monatsrückblick Juni 2022

Das Rad des Wandels dreht sich weiter: Nach dem intuitiven Rückzug im Mai, war ich im Juni wieder aktiver. Ich habe auch viel vor mich hin geschrieben und fand eine neue Leidenschaft. Dabei ist die Erkenntnis, wie sehr alles im Leben miteinander zusammenhängt und aufeinander wirkt, mal wieder ein ganzes Stück tiefer gesackt. Das wurde stellenweise ziemlich philosophisch. Aber genauso mag ich es auch. 😄

Inhalt

Alles eine Frage der Identität

Schreiben, schreiben, schreiben…

Neue Leidenschaft: Tarot (aber nicht so, wie du vielleicht denkst)

Was im Juni 2022 sonst noch los war

Meine Blogartikel vom Juni 2022

Ausblick auf den Juli 2022

Alles eine Frage der Identität

Im Juni lag mein persönlicher Fokus auf dem Thema „Identität“. Denn, was wir glauben, wer wir sind, beeinflusst, wie wir denken, fühlen und uns verhalten. Es beeinflusst, wie das Leben uns begegnet. Wie unser Umfeld uns begegnet. Unsere Mitmenschen.

Und in der Regel glauben wir, dass wir sind, wer wir sein sollen. Wir haben irgendwann mal gelernt, wer wir sein sollen.

Damit Veränderung passieren kann, müssen wir also lernen, zu verlernen. 

Das Thema „Identität“ ist auch sehr eng mit dem Thema „Sinn und Werte“ verknüpft. Es hilft also, sich darüber bewusst zu werden, was einem eigentlich gerade wichtig ist im Leben. Welchen persönlichen Sinn man dem Leben zuschreibt. Fürs empathische Abgrenzen und zur gesunden Stressregulierung ist das unheimlich wichtig!

Und nun brüte ich über der Frage, wie ich dieses Thema noch dichter ins nächste Jahrescoaching einweben kann als bisher. Und ob das überhaupt geht. Denn das ist nichts, was sich mit ein paar Übungen einfach hervorlocken lässt. Die Antworten entwickeln sich. Hauptsächlich durch eigenes Erleben. Im Coaching können wir häufig „nur“ die Steine ins Rollen bringen. Und begleiten, um immer wieder an wichtige Punkte zu erinnern.

Das ist übrigens eine meiner wesentlichen Aufgaben in Coachings: Erinnern. Die bewusste Wirkung einer Erkenntnis oder einer positiven Erfahrung verfliegt nämlich auch wieder recht schnell – egal, wie sehr sie sich nach Durchbruch anfühlte. Es braucht auch immer wieder die bewusste Erinnerung. (Du hast also nichts falsch gemacht, wenn du das Gefühl hast, immer wieder Rückschritte zu gehen und dich im Kreis zu drehen. Aber daran knüpft sich auch schon wieder ein weiteres Thema, was den Rahmen hier komplett sprengen würde.)

Post für dich: Neuigkeiten und Impulse etwa 4x im Monat

Bist du eigentlich schon dabei?

Schreiben, schreiben, schreiben…

Ich habe wieder regelmäßig Morgenseiten geschrieben. Das mache ich immer mal wieder über mehrere Wochen oder Monate. Kann ich dir absolut empfehlen, wenn du viel mit dir selbst ausmachst, ehe du mit jemandem sprichst. Denn es ist eine ganz tolle und einfache Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren und besser zu verstehen.

Immer, wenn ich regelmäßig schreibe, fühle ich mich insgesamt wacher und sortierter. Generell, wenn ich meine Gedanken (zu bestimmten Übungen) aufschreibe. Aber vor allem durch die Morgenseiten. Diese Schreibmethode nennt sich auch „Freewriting“. Also Schreiben ohne Ziel oder Struktur und meist ohne ein vorgegebenes Thema. Einfach drauf los.

Das ist viel einfacher, als du jetzt vielleicht denkst. Und es macht verdammt viel mit einem – wenn man eine Weile dranbleibt. Ein Blogartikel dazu liegt schon in den Entwürfen. Da kommt demnächst also auch noch mal was zum Nachlesen.

Oft treffe ich während der intensiven Schreibphasen auch „merkwürdige“ Entscheidungen: Ich habe zunächst unlogische Ideen, die sich (vermutlich) durch das Schreiben entwickeln. Und die ich dann auch einfach mal anfange umzusetzen. Ohne sie direkt wieder zu zerdenken. Denn mein innerer Kritiker ist sehr gut darin, direkt los zu poltern und mir alles schlecht zu reden. Durch das Schreiben erkenne ich diese hinderlichen Denkmuster aber leichter.

Welche – auf den ersten Blick – merkwürdige Entscheidung ich im Juni getroffen habe, siehst du gleich im nächsten Abschnitt.

Morgenseiten

Morgenseiten schreibe ich meist auf dem Paper-Tablet. Ansonsten komme ich von Notizbüchern aus Papier einfach nicht los. 

Neue Leidenschaft: Tarot (aber nicht so, wie du vielleicht denkst)

Ich hatte nie was mit Tarot am Hut. Bis ich über eine wissenschaftliche Arbeit gestolpert bin, die Tarot aus systemischer Sicht betrachtet. Ich war sofort Feuer und Flamme. Noch bevor ich das Buch gelesen hatte, wusste ich: Das ist es! Das ist die Ergänzung zu meiner persönlichen Schreibroutine. Und es ist – unter gewissen Voraussetzungen – ein schönes und sehr wirksames Coaching-Tool. (Wer weiß, vielleicht suche ich ja demnächst Übungsklienten. Hast du Lust? Dann schreib mir unverbindlich.)

Ich kenne die Tarot-Klischees. Während ich mich begeistert auf mein neues „Spielzeug“ stürzte, melde sich mein Kopf oft genug mit allen Vorurteilen, die mir jemals diesbezüglich begegnet sind.

Aber, wenn man Tarot mal rein psychologisch betrachtet, dienen die Karten einfach als „Spiegel der eigenen inneren Welt“. Du kannst dir Unbewusstes leichter bewusst machen. Die Karten zeigen dir also eigentlich nichts Neues, sondern nur das, was eh schon da ist, bisher aber nicht gut gesehen werden konnte. Sie erinnern dich. Sie stärken dich. Aber sie zeigen dir auch deine wunden Punkte. Sie zeigen, wo du hinschauen darfst, damit sich deine Situation in deinem Sinne verändern kann.

Die Karten sind also ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Und gerade, wenn der Kopf sehr voll und die Situation unklar ist, helfen sie, einen Startpunkt zu finden, sich dadurch zu orientieren und Ordnung in die Gedanken zu bringen.

Zu diesem Thema werden sicher noch einige Artikel folgen. Falls du Fragen dazu hast oder deine Gedanken und Erfahrungen mit mir teilen möchtest, kommentiere gerne ganz unten auf dieser Seite oder schreib mir hier.

Tarot aus systemischer Sicht

Hier ist das gute Stück, das noch vor dem Lesen – warum auch immer – ein angenehmes Kribbeln in mir ausgelöst hat.

Was im Juni 2022 sonst noch los war

  • Im Jahrescoaching haben wir die letzten Monate mit einer besonders schönen handschriftlichen Übung zusammengefasst und reflektiert. Wir haben außerdem geklärt, was eigentlich dieses „Ego“ ist, von dem immer alle reden und wie wir mit unserem Ego hilfreich umgehen können.
  • Ich bekam einige Fragen von den Lesern meiner Menschenfieber-Post, die ich nach und nach in Blogartikeln beantworten möchte.
  • Wir haben sämtliche Musikinstrumente vom Dachboden geholt, die sich über die Jahre angesammelt haben, und uns ein bisschen ausgelassen. 😄 
  • Mir wurde mal wieder schmerzhaft bewusst, wie wertvoll Lebenszeit ist. Was mich wieder zu den Fragen führte: Was ist wirklich wichtig? Wofür stehe ich zur Verfügung? Wofür nicht (mehr)? Wie, womit und mit wem möchte ich meine wertvolle Zeit verbringen? Welchen meiner Gedanken möchte ich folgen? Welche lasse ich weiterziehen?

Meine Blogartikel vom Juni 2022

Monatsrückblick Mai 2022

Monatsrückblick Mai 2022: Zeit für mich

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Wie stehst du zu deinem Ego?

Wie stehst du zu deinem Ego?

Es gibt mehr als eine Sichtweise darüber, was „Ego“ ist. Die meisten verstehen darunter wahrscheinlich den Teil des Verstandes, der die Wirklichkeit konstruiert. Was heißt das? Kurz gefasst: Du bist, was du denkst, wer du bist. Und die Welt ist, wie du denkst, wie sieBlogartikel lesen

12 von 12 im Juni 2022: Mein Tag in Bildern

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Bei „12 von 12“ geht es darum, den 12. Tag eines Monats mit 12 Bildern zu dokumentieren. Neben den Monats- und Jahresrückblicken ist das für mich eine weitere schöne Möglichkeit, Erinnerungen festzuhalten und Entwicklungen zu beobachten. Aber auch das achtsame Wahrnehmen alltäglicher Situationen lässt sich auf diese Art gut trainieren… Blogartikel lesen

Denke kleiner: Der wichtigste kleine Schritt, den du immer machen kannst

Denke kleiner

Auf der Suche nach Lösungen denken wir oft viel zu groß. Dabei sind es die kleinen und unkomplizierten Schritte, die zur großen Wirkung führenBlogartikel lesen

Ausblick auf den Juli 2022

  • Der kleine E-Mail-Kurs, mit dem die Menschenfieber-Post seit Januar startete, wird zum kostenfreien Webinar – unabhängig vom Newsletter. (Ob es aber auch schon im Juli an den Start geht, weiß ich noch nicht.)
  • Ich tauche tiefer in die Welt des Tarot ein – unter anderem mit Hilfe eines Kurses. (Soviel zur geplanten Weiterbildungspause…)
  • Ich fokussiere mich auf die Jahrescoaching-Anpassungen für 2023 und arbeite parallel dazu weiter an einem zusammenfassendem Booklet für ehemalige und aktuelle Teilnehmer.

Du willst auf dem Laufenden und mit mir in Kontakt bleiben? Dann trag dich hier für die Menschenfieber-Post ein, auf die du mir auch jederzeit antworten kannst.

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Anett Enderlein

Hi, ich bin Anett. Ich unterstütze vor allem introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich von Druck und Erwartungen anderer zu befreien, Konflikte wertschätzend zu lösen und Stress zu reduzieren. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine 2 Hündinnen aus dem Tierschutz – Sina und Suri.

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