Stress-Spirale verlassen mit Tarot

von Anett Enderlein | 12. August 2022 | Coaching & Tools, Persönliches & Rückblick | 0 Kommentare

Stress-Spirale verlassen mit Tarot: Ein Beispiel aus meinem persönlichen Alltag

Vor ein paar Tagen spielte mein Mann mit den Kindern ein Würfelspiel. Eines der Kinder hatte dabei etwas Pech und haushoch verloren.

Nun weißt du vielleicht, dass Kinder oft nicht die besten Verlierer sind. Es war auch schon ein bisschen später am Abend. Und wenn da nur ein Hauch von Müdigkeit durchkommt, ist alles, was eh schon nicht schön ist, gleich noch mal viel schlimmer. Was dazu führte, dass mein Kind sich in die Niederlage reinsteigerte – schon während des Spiels, als diese absehbar war. Und je mehr Frust und selbstgemachter Druck aufkam, desto weniger wollte gelingen.

Das Ende vom Lied war ein frustriertes, weinendes Kind, das alles einfach nur furchtbar ungerecht fand. Ich glaube, jeder mit Kindern kennt diese Situation. Plötzlich erinnern sie sich auch noch an viele andere Dinge, die „immer“ schiefgehen oder die sie „nie“ können … (Vielleicht kennst du das aber auch von dir selbst. Denn solche Negativ-Spiralen sind typisch in Stressmomenten.)

Wenn der Verstand aussetzt und die Intuition übernimmt

Nachdem es sich etwas beruhigt hatte, fragte es mich plötzlich: „Kann ich eine Karte ziehen?“

Ich habe einen kurzen Moment gebraucht, um zu verstehen, was gemeint ist. Meine Tarotkarten liegen offen auf meinem Schreibtisch. Zusammen mit anderen Arbeitsmitteln. Und die Kinder schauen sie sich manchmal an. Sie wissen grob, wie ich damit arbeite. Ich selbst wäre in dem Moment nicht auf die Idee gekommen. Aber warum nicht?

Und aus 78 Karten zog mein Kind nun ausgerechnet diese:

6 der Stäbe
6 der Stäbe

Kurz dachte ich: „Oje … Kämpft mit der Niederlage und zieht jetzt ausgerechnet die Karte mit dem Siegeskranz.“

Aber ich habe dazu nichts weiter gesagt und erst mal nur gefragt, was es auf der Karte sieht. Mein Kind wurde ganz ruhig, schaute sich die Karte an und wir fassten zusammen: „Sieht aus, als hätte der Mann irgendwas gewonnen.“

Und ich fragte intuitiv: „Hast du heute auch was gewonnen?“

In dem Moment, in dem ich gemerkt hab, was ich gefragt habe, fand ich das irgendwie unpassend. Schwer zu beantworten für ein Kind. Denn ich hatte als Antwort gerade eher etwas im übertragenen Sinne im Hinterkopf (z. B. einen Erkenntnisgewinn).

Aus meinem Kind platzte aber heraus: „Ja, das Kartenspiel mit Papa.“ (von dem ich nichts wusste)

Und damit war diese Negativ-Spirale durchbrochen. Als hätte sich ein Hebel umgelegt, änderte sich die Stimmung meines Kindes sofort und die Niederlage war nur noch ein Aspekt des Tages – neben einigen anderen, die ganz bewusst in Erinnerung gebracht wurden.

Das einfach mal als kleines Beispiel, wie die Tarotkarten eingesetzt werden können. Wie sie helfen können, den Blickwinkel zu ändern. Manchmal braucht es nicht mehr als das. Und ohne die Karten hätte es wahrscheinlich länger gedauert, bis die Niederlage verdaut gewesen wäre.

Außerdem zeigt sich hier gut das Spiel zwischen Intuition und Verstand: Ich habe meine Frage intuitiv gestellt und sie danach (mit dem Verstand) sofort als unpassend und zu schwer bewertet. Dabei war es scheinbar genau die Frage, die es gerade gebraucht hat.

Eigene Bewertungen beiseiteschieben

Und auch die gezogene Karte, habe ich im ersten Moment als unpassend bewertet. Wahrscheinlich aus „Angst“ vor der emotionalen Reaktion meines Kindes, die ich eigentlich erwartet hatte.

Unsere eigene Sicht auf die Dinge sagt erst mal nur etwas über uns selbst aus. Über unsere Erfahrungen und Erwartungen. Diese Ansichten und Bewertungen dürfen wir ruhig mal ab und an zur Seite legen und neugierig beobachten, was dann passiert.

Falls du dir vorstellen kannst, Tarot als Klärungs- und Orientierungshilfe zu nutzen, findest du hier alle Infos zum Tarot-Coaching.

Hi, ich bin Anett.

Hi, ich bin Anett.

Ich unterstütze introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich empathisch abzugrenzen und mit weniger Menschen-Stress durch den Alltag zu gehen. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine beiden Hunde aus dem Tierschutz – Suri und Nanni.

Mehr über mich erfährst du hier.

Post für dich. Lass uns in Verbindung bleiben: Ich schreibe dir etwa 4x im Monat und freue mich, auch von dir zu lesen.
Menschenfieber-Post CleverReach

Ich schreibe dir etwa 4x im Monat – immer dann, wenn es Neuigkeiten gibt oder ein neuer Blogartikel online ist. Da ich meine Workshop-Wochen zeitlich und inhaltlich flexibel plane, erfährst du außerdem aktuelle Termine und Themen ausschließlich hier über diesen Weg.

Alle 3 Monate gibt es ein paar zusätzliche Mails, in denen ich dich zu kurzen Reflexionen mit Hilfe der psychologischen Tarot-Arbeit anleite.

Du kannst mir jederzeit auf meine Mails antworten, wenn du deine Gedanken mit mir teilen möchtest. Ich freue mich immer über einen kurzen Austausch.

Die Menschenfieber-Post ist für dich kostenfrei. Möchtest du irgendwann keine Mails mehr bekommen, kannst du dich jederzeit mit nur einem Klick wieder abmelden.

Ich versende die Mails über einen deutschen Newsletter-Anbieter mit hohen Datenschutz-Standards. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung.

Meine neuesten Blogartikel

Grafik mit Herbstblättern und der Aufschrift Kurze Schreib-Übung bei Chaos im Kopf
Kurze Schreib-Übung bei Chaos im Kopf

Viele Ideen und Interessen zu haben, ist ja eigentlich was Gutes. Aber manchmal kann es einen auch lähmen. Man ist einfach nicht bei der Sache und findet keinen Startpunkt, während sich im Kopf die Ideen und Pläne weiter stapeln. Irgendwann fühlt man sich so...

Grafik zum Monatsrückblick Juli 2026 mit dem Text „Durchatmen nach dem Technik-Chaos“ über einem Foto eines Sandstrands bei Sonnenuntergang.
Monatsrückblick Juli 2026: Durchatmen nach dem Technik-Chaos

Mein Juli hat sich angefühlt wie eine lange Testphase für Nerven und Geduld – so wie eigentlich das ganze bisherige Jahr schon. Zuerst hat mal wieder die Technik gestreikt. Daran war ich aber nicht ganz unschuldig. Es ist aber auch einiges gut gelaufen. Und die...

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert