Halbzeit im Jahrescoaching

„In meinem Kopf ist plötzlich Platz für gute Gedanken.“

„Ich lasse mich viel weniger in Konflikte mit reinziehen.“

„Ich habe zwar immer noch dieselben Zweifel, aber das Gefühl ist ein ganz anderes. Es überwältigt mich nicht mehr. Die Zweifel sind nicht mehr so mächtig.“

„Es tut mir gut, immer mit dir schreiben zu können. Mein Kopf fühlt sich aufgeräumt an.“

In dieser Woche sind wir in die zweite Hälfte des Jahrescoachings gestartet. Wahnsinn, wie die Zeit rennt. Es fühlt sich irgendwie gar nicht nach Halbzeit an.

Wenn ich aber zurückblicke auf all die Meilensteine, die die Teilnehmer mit mir durchlaufen haben, macht sich das letzte halbe Jahr dann doch schnell bemerkbar.

Das Ziel des Jahrescoachings

Im Jahrescoaching unterstütze ich meine Teilnehmer dabei, sich empathisch abzugrenzen und (zwischenmenschlichen) Stress zu reduzieren. Es geht dabei aber nicht nur um das reine Grenzensetzen, sondern vielmehr darum, innere menschliche Prozesse zu verstehen und sich selbst besser kennenzulernen.

Die Probleme, die wir haben, sind immer stressbasiert. Nur nehmen wir diesen Stress oft nicht als solchen wahr, weil wir an ein gewisses Stresslevel gewöhnt sind.

„Stress“ heißt in Gehirnsprache immer „Angst“. Und solange wir uns (unterbewusst!) nicht sicher mit uns selbst fühlen, werden wir immer wieder in unsere alten Muster fallen, die sich z.B. durch Zeitdruck, Unsicherheiten, Überforderung, Konflikte oder Rechtfertigungen zeigen. Jeder hat an irgendeiner Stelle entsprechende Stressmuster.

Gleichzeitig dürfen wir den Druck rausnehmen, irgendwas erreichen zu müssen, damit es uns gut gehen kann. 

Vielleicht ahnst du jetzt schon, dass „empathisches Abgrenzen“ und „gesunde Stressbewältigung“ ziemlich komplexe Themen sind. Und je komplexer ein Thema, desto wichtiger ist eine stabile Basis.

Zuerst haben wir die Grundlagen geschaffen

Wir haben damit angefangen, ein gewisses Grundverständnis dafür herzustellen, wie Stress-Situationen entstehen und warum wir oft immer wieder in denselben Problemschleifen festhängen.

Und natürlich gab es auch direkt Hilfsmittel an die Hand, wie die Teilnehmer sofort damit beginnen können, aus diesen Schleifen auszusteigen. Unabhängig davon, wo die Probleme herkommen. Es ist in vielen Fällen nämlich gar nicht unbedingt erforderlich, die tieferen Ursachen zu kennen – wenn du weißt, wie dein Nervensystem arbeitet und in welchen Momenten du welchen „Knopf“ drücken musst.

Stressmuster entstehen meist durch viele verschiedene Erfahrungen. Und wir können nicht jeden einzelnen Punkt, der zur Entstehung des Musters beigetragen hat, identifizieren. Müssen wir auch gar nicht. Wichtig ist, dass du ein aktives Stressmuster als solches erkennst und dass du dann anfängst, die Dinge durch neue Blickwinkel anders zu bewerten.

Das machen wir übrigens auch im Basis-Workshop, der sich aus einigen Grundelementen des Jahrescoachings zusammensetzt.

Dann haben wir geschaut, welche Rolle der Selbstwert spielt

Im zweiten Monat des Jahrescoachings haben wir damit angefangen, tiefer in das Thema „Stressmuster“ einzusteigen. Die Teilnehmer haben in den letzten Wochen und Monaten ihre ganz eigenen Selbstbewertungsregeln erkannt, die sich in Form von stressenden Glaubenssätzen, Grundannahmen und Lebensregeln äußern.

Das heißt, sie haben sich bewusst gemacht, welchen bis dahin unterbewussten Regeln sie folgen. Regeln, mit denen sie sich immer wieder selbst in Stress, Überforderung, Unruhe und Konflikte bringen.

Diese Selbstbewertungs- und Lebensregeln wurden mit Hilfe verschiedener Übungen hinterfragt und glaubhaft neu definiert.

Wir selbst sind für unseren Stress verantwortlich

Es ist ganz wichtig, zu erkennen und zu verinnerlichen, dass nicht die Umstände für unseren Stress verantwortlich sind. Die sind nur ein Auslöser – nicht die Ursache.

Stress entsteht im Kopf. Und unter Stress treffen wir Entscheidungen, die zu einer Konsequenz führen. Diese Konsequenz erleben wir als schwierigen Umstand, der dann direkt wieder neuen Stress in uns auslöst. Ein Kreislauf.

Das machen wir natürlich nicht bewusst und nicht, weil es Spaß macht. Sondern, weil wir vermeintlich gute Gründe dafür haben und automatischen Gewohnheiten folgen. Das, was uns heute stresst und was wir eigentlich loswerden wollen, war mal für irgendwas hilfreich und hat uns mal geschützt.

Das ist wichtig, zu verstehen. Denn an dieser Stelle kommt es oft zu Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen – und damit direkt zu neuem Stress. Mit all den erarbeiteten Grundlagen haben die Teilnehmer jetzt aber alles, was sie brauchen, um angemessen damit umgehen zu können und den Stress sofort wieder zu senken oder gar nicht erst so weit ansteigen zu lassen.

Das Fundament steht

Die Teilnehmer haben also im ersten halben Jahr eine gute Vorarbeit geleistet, damit sie nun relativ zuverlässig verschiedene Stressmuster erkennen können. Und sie wissen auch, welche Barrieren immer mal wieder in bestimmten Veränderungsphasen lauern.

Parallel dazu gab es verschiedene Übungen, in denen die Teilnehmer ausgearbeitet haben, wie sie mit den erkannten Mustern und eventuell aufkommenden Barrieren umgehen wollen und können. All das hilft dabei, das durchschnittliche Stresslevel langfristig senken und auf ein gesundes Maß zu bringen.

Und natürlich gab es auch entsprechendes neurobiologisches und psychologisches Hintergrundwissen. Aber nur so viel, wie es braucht, um einen neuen Blickwinkel einnehmen zu können.

Ausblick auf die zweite Jahreshälfte

Das erste halbe Jahr war also voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse.

Jetzt, in der zweiten Jahreshälfte, geht es vor allem darum, all diese Dinge zu wiederholen, zu vertiefen und zu verinnerlichen. Hier und da wird es immer noch mal ein paar neue Aspekte geben, mit denen wir an bereits vorhandenes Wissen anknüpfen.

Wir werden uns jetzt aber gleichzeitig auch etwas mehr auf die körperliche und emotionale Ebene fokussieren. Das heißt, wir werden gezielte Meditationen und Imaginationen einsetzen, um auch tiefersitzende Stressmuster zu erreichen.

Diese Muster müssen wir nicht unbedingt mit dem Verstand erfassen können. Hier nutzen wir vor allem unsere unterbewussten Fähigkeiten und die Intuition. Dem Kopf gönnen wir dabei eine Pause. Warum und wieso das alles funktioniert, ist natürlich auch ausführliches Thema im Jahrescoaching.

Gleichzeitig verbessern wir mit den Meditationen die Körperwahrnehmung. Das hilft vor allem dabei, erste feine Stressanzeichen zu erkennen. Je früher du merkst, dass du auf dem Holzweg bist und wieder in ein altes Muster zu rutschen drohst, desto eher kannst du die Richtung ändern.

Falls du bei der nächsten Runde dabei sein möchtest, kannst du dich hier zum Jahrescoaching informieren und anmelden.

Und hier findest du weitere Einblicke ins Jahrescoaching.

Foto von Nathan Cowley von Pexels

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Anett Enderlein

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