Der Mai war anstrengend. Auf der einen Seite das laute, schnelle Ziehen der Social-Media-Kanäle, auf der anderen die plötzliche Vollbremsung durch Nannis Knie-OP, die meinen ganzen Alltag zerlegt hat. Vieles von dem, was ich mir vorgenommen hatte, ist liegengeblieben. Aber dadurch ist mir mal wieder klar geworden: Es bringt nichts, gegen das Chaos anzukämpfen oder zu versuchen, alles perfekt im Griff zu haben. Es geht einfach nur darum, zu gucken, was jetzt gerade da ist – und die nächsten Schritte so klein zu machen, dass sie auch dann noch klappen, wenn ringsum alles drunter und drüber geht.
Inhalt
Social Media und ich
Ungeplante Zwangspause
Zwei Wochen „Einfach anfangen“
Was im Mai 2026 sonst noch los war
Blog-Rückblick Mai 2026
Was war vor 12 Monaten, im Mai 2025?
Ausblick auf den Juni 2026
Im Mai hat es mir mal wieder viel Spaß gemacht, auf Social Media aktiv zu sein. Aber nur, wenn ich nicht selbst konsumiert habe. Sobald ich mal ein bisschen länger dort online war, hab ich direkt gemerkt, wie es mich erschöpft.
Es macht mir momentan wirklich Spaß, aus meinen Blog- und Audiobloginhalten kleine Reel-Häppchen zu machen. Aber: Social Media, inkl. YouTube, wird vermutlich nie ganz meine Welt sein. Denn diese Plattformen sind auf den schnellen Kick ausgelegt. Die Algorithmen sind darauf programmiert, uns so lange wie möglich auf dem Bildschirm zu halten, weil sie sich so finanzieren. Und das schaffen sie am besten, indem sie intensive Emotionen wie Angst, Wut oder Neid triggern.
Ich mag es einfach um einiges unaufgeregter. Deshalb versuche ich, zumindest ein bisschen von dieser Ruhe auf die Plattformen zu bringen. Auch wenn das im lauten Algorithmus-Strudel weniger beachtet wird. Ich teile dort gern meine Impulse, ziehe mich für Vertiefung und ruhigen Austausch aber lieber zurück in meinen Blog, in E-Mails oder auch direkt in meine Workshops und Coachings.
Nicht vergessen: Das Leben findet offline statt.
Ungeplante Zwangspause
Nachdem unser nervöser Tierschutz-Hund Nanni sich im Januar eine Verletzung am Krallenbein der Vorderpfote zugezogen hat und einige Wochen nur wenig laufen durfte, hat es jetzt die Hinterbeine erwischt. Wobei: Die waren schon vorher nicht in Ordnung, aber das haben wir nicht gewusst. Erst als er phasenweise plötzlich humpelte, wurde in der Tierklinik eine beidseitige Fehlstellung festgestellt, die nun anfängt an den Knien Probleme zu machen.
Das erste Bein wurde nun operiert und wir versuchen jetzt den Hund so gut es geht, ruhig zu halten, damit alles gut zusammenwachsen und heilen kann. Es ist für uns alle ziemlich anstrengend. Die ganze Zeit aufpassen und alles im Blick haben. Weniger Bewegung auch für mich. Wo wir vorher einfach mal kurz aus dem Haus gegangen sind, müssen wir jetzt erst mal jemanden organisieren, der aufpasst. Vor allem mein Alltag ist dadurch mal wieder ein bisschen durcheinander und ich baue mir gerade eine Übergangsstruktur auf. Das kann ich ja inzwischen ganz gut.
Er macht das echt gut und fügt sich seinem Schicksal.
Zwei Wochen „Einfach anfangen“
Vom 4. bis 15. Mai lief mein Workshop „Einfach anfangen“. Zwei Wochen lang ging es um die Grundlagen, die wir brauchen, um Stress im Alltag früher zu bemerken, uns innerlich zu sortieren und Grenzen zu setzen.
Uns ging es dabei nicht um reine Theorie oder den Druck, sich jetzt komplett neu zu erfinden. Im Vordergrund standen erste, ganz kleine Schritte, die sich ohne großen Aufwand im Alltag als Routine beibehalten lassen. Eine Rückmeldung aus der Gruppe hat es für mich perfekt auf den Punkt gebracht: „Alles irgendwie schon mal gehört, aber jetzt ist es auch machbar.“ Genau darum geht es mir: Wissen nützt uns erst dann was, wenn wir es so weit runterbrechen, dass es uns im stressigen Alltag nicht noch zusätzlich überfordert.
Hier kannst du mehr über den Workshop lesen und dich auch schon für die nächste Runde anmelden.
Was im Mai 2026 sonst noch los war
- Ich bin nicht dazu gekommen, meine neuen Meetingräume bei ecosero fertig einzurichten. Was aber nicht schlimm ist, weil edudip noch ein paar Monate parallel läuft.
- Eigentlich hatte ich mich auf ein bis zwei längere stonelett-Artikel gefreut. Aber dafür hatte ich irgendwie keinen Kopf.
- Ich habe meine Website weiter aufgeräumt und bin dabei echt gut vorangekommen. Aber ich hab auch noch ein bisschen was vor mir.
- Ansonsten hatte ich dasselbe „Problem“ wie sonst auch: zu viele Ideen und Themen für neue Blogartikel und zu wenig Kapazität, um sie in Ruhe wirken zu lassen und zu durchdenken.
Blog-Rückblick Mai 2026
Der Konflikt zwischen Abgrenzung und Harmonie
Es gibt diese Momente, in denen wir im Kopf eigentlich schon fertig sind. Wir wissen genau, welche Entscheidung ansteht und wo wir eine Grenze ziehen müssten, um wieder durchatmen zu können. Doch statt loszugehen, bleiben wir stehen und beobachten die Situation lieber noch eine Weile aus der Ferne. Dieser Stillstand ist meistens ein Schutzreflex: Wir versuchen, den Wunsch nach Ruhe mit dem tief sitzenden Anspruch zu vereinen, es bloß allen recht zu machen. Blogartikel lesen
Negative Gefühle loslassen: Warum Hinsehen sicherer ist als Wegdrücken
Herzrasen, Erschöpfung und das dringende Bedürfnis, sich einfach nur im eigenen Schneckenhaus zu verkriechen: Wenn der Stress mit anderen Menschen zu viel wird, schaltet der Körper auf Abwehr. Gerade wenn die Erwartungen von außen drücken oder dich eine Kritik verunsichert, kommen oft heftige Emotionen hoch, die dich regelrecht überschwemmen. Hier findest du eine kleine Orientierung, wie du in diesen Momenten den Druck rausnehmen kannst. Blogartikel lesen
Slow Motion
Bei stonelett, meinem Hobby-Blog, ging ein neuer Kaffee-Moment online. Diesen kurzen Artikel habe ich einen Tag nach der OP von Nanni geschrieben, als alles schlagartig etwas ruhiger und langsamer wurde – womit ich mich erst anfreunden musste. Blogartikel lesen
12 von 12 im Mai 2026
„12 von 12“ ist eine Blog-Tradition, die ich auf YouTube ausgelagert habe und bei der es darum geht, den 12. Tag eines Monats mit 12 Bildern zu dokumentieren. Video ansehen
Was war vor 12 Monaten, im Mai 2025?
Im Mai vor einem Jahr fand eine Workshop-Woche zum Thema „Weltschmerz“ statt. Außerdem drehte sich viel ums Thema „Verlässlichkeit“. Ich hatte dafür sogar jeweils ein grobes Konzept für einen 2-stündigen Impulsworkshop und für eine Workshop-Woche ausgearbeitet, um bei Bedarf noch gezielter unterstützen und begleiten zu können. Vielleicht sollte ich das mal wieder rauskramen und an das neue Format der Workshop-Woche anpassen.
Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich auch angefangen, mich intensiv mit Zimmerpflanzen zu befassen. Ich hatte echt keinen Grünen Daumen. Aber das lag wirklich daran, dass ich mich nie wirklich mit Pflanzen beschäftigt habe. Irgendwie dachte ich immer, die wachsen einfach und man muss nur gut genug gießen. Heute bin ich, was das angeht, ein bisschen schlauer.
Ausblick auf den Juni 2026
- Vom 20. bis 22. Juni machen wir gemeinsam in der Menschenfieber-Post wieder unseren Mini-Check-up mit Hilfe von psychologischem Tarot. Hier findest du mehr Infos dazu.
- Ich räume meine Website weiter auf – und werde damit hoffentlich erst mal fertig.
- Und ich richte ecosero weiter ein. Zumindest hab ich das fest vor. So ein Wechsel ist ja doch mit einem kleinen Rattenschwanz verbunden: Datenschutzerklärung ändern, Mails bei meetergo (meinem Terminbuchungs-Tool) anpassen, Meetingräume konfigurieren, sämtliche ecosero-Mailvorlagen bearbeiten …
Ich schreibe dir etwa 4x im Monat – immer dann, wenn es Neuigkeiten gibt oder ein neuer Blogartikel online ist. Da ich meine Workshop-Wochen zeitlich und inhaltlich flexibel plane, erfährst du außerdem aktuelle Termine und Themen ausschließlich hier über diesen Weg.
Alle 3 Monate gibt es ein paar zusätzliche Mails, in denen ich dich zu kurzen Reflexionen mit Hilfe der psychologischen Tarot-Arbeit anleite.
Du kannst mir jederzeit auf meine Mails antworten, wenn du deine Gedanken mit mir teilen möchtest. Ich freue mich immer über einen kurzen Austausch.
Die Menschenfieber-Post ist für dich kostenfrei. Möchtest du irgendwann keine Mails mehr bekommen, kannst du dich jederzeit mit nur einem Klick wieder abmelden.
Ich versende die Mails über einen deutschen Newsletter-Anbieter mit hohen Datenschutz-Standards. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung.
Einfach anfangen: Kleine Schritte für mehr Ruhe & klare Grenzen > als Workshop oder im 1:1 >>> mehr Infos & Anmeldung
Hi, ich bin Anett. Ich unterstütze vor allem introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich von Druck und Erwartungen anderer zu befreien, Konflikte wertschätzend zu lösen und Stress zu reduzieren. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine beiden Hunde aus dem Tierschutz – Suri und Nanni.
Meine neuesten Blogartikel
Reizüberflutung im Social-Media-Feed
Du machst die App auf und der eigene Social-Media-Feed fühlt sich sofort an wie ein völlig überfüllter Raum, in dem alle durcheinanderreden. Jedes Bild, jede Meinung, jede Story zieht Energie. Vor allem, wenn man sich dann noch überlegt, was man Nettes antworten könnte. Das macht im Kopf einfach nur müde. In diesem Monatsimpuls schauen wir uns die Reizüberflutung im Social-Media-Feed genauer an – und warum uns dieses ständige Mitlesen und Mitschauen oft viel mehr Kraft kostet, als wir eigentlich merken.
Negative Gefühle loslassen: Warum Hinsehen sicherer ist als Wegdrücken
Herzrasen, Erschöpfung und das dringende Bedürfnis, sich einfach nur im eigenen Schneckenhaus zu verkriechen: Wenn der Stress mit anderen Menschen zu viel wird, schaltet der Körper auf Abwehr. Gerade wenn die Erwartungen von außen drücken oder dich eine Kritik verunsichert, kommen oft heftige Emotionen hoch, die dich regelrecht überschwemmen. Hier findest du eine kleine Orientierung, wie du in diesen Momenten den Druck rausnehmen kannst.
Der Konflikt zwischen Abgrenzung und Harmonie
Es gibt diese Momente, in denen wir im Kopf eigentlich schon fertig sind. Wir wissen genau, welche Entscheidung ansteht und wo wir eine Grenze ziehen müssten, um wieder durchatmen zu können. Doch statt loszugehen, bleiben wir stehen und beobachten die Situation lieber noch eine Weile aus der Ferne. Dieser Stillstand ist meistens ein Schutzreflex: Wir versuchen, den Wunsch nach Ruhe mit dem tief sitzenden Anspruch zu vereinen, es bloß allen recht zu machen.
Hier kannst du dir den Blogartikel anhören:












Liebe Anett,
gute Besserung an deine Fellnase und Hut ab, dass du mit dem Chaos gehen und trotzdem noch so vieles schaffen konntest.
Deine Gedanken zu Social Media teile ich. So viel Schönes, was dort auch immer wieder zu finden ist, es saugt auch unendlich Lebensenergie, wenn man zu viel dort unterwegs ist. Und sich dann immer wieder zu fragen, will man dazu beitragen das Menschen an die Plattform gebunden bleiben oder nicht. Ich habe keine endgültige Antwort dazu.
Ich wünsche dir einen erfolgreichen, schönen Juni.
Dorothee
Hallo Dorothee,
danke für die lieben Genesungswünsche.
Ja, die Frage stelle ich mir auch oft. Und ich möchte definitiv nicht dazu beitragen, dass Menschen auf der Plattform gebunden bleiben. Daher kann und möchte ich das Spiel, so wie es gedacht ist, einfach nicht mitspielen. Aber es gibt eben auch noch ein paar echt schöne Seiten auf Social Media, auf die ich aktuell nicht verzichten möchte. Wenn ich gerade Freude dran hab, bin ich dort. Ansonsten halte ich mich fern. Das funktioniert für mich gut. Und ich merke inzwischen sehr schnell, wann meine Grenze naht.
Ich wünsche dir auch einen erfolgreichen und schönen Juni.
Alles Liebe
Anett