Im April habe ich gefühlt nichts anderes gemacht, als zu schreiben. Zwischen Blogartikeln und Coaching-Konzepten habe ich viel darüber nachgedacht, wie sich „Menschenfieber“ über die Jahre verändert hat. Und warum es heute mehr denn je darum geht, bei sich selbst anzufangen, statt die Welt umbauen zu wollen.
Inhalt
Warum ich heute anders über Abgrenzung schreibe
Vorbereitungen für die nächste Workshop-Runde
Danke für eure Rückmeldungen
Was im April 2026 sonst noch los war
Blog-Rückblick April 2026
Was war vor 12 Monaten, im April 2025?
Ausblick auf den Mai 2026
Warum ich heute anders über Abgrenzung schreibe
Ich hab das Gefühl, ich hab den kompletten April nur geschrieben. Ich war total im Schreibfluss, für Menschenfieber und für meinen Hobby-Blog stonelett. Es sind Blogartikel enstanden, E-Mails, Coaching-Konzepte und einiges an Entwürfen. Und als mir so bewusst wurde, dass ich eigentlich die ganze Zeit nur schreibe, musste ich an meine Blog-Anfänge bei Menschenfieber denken. Wie sich die Idee damals (eigentlich aus Frust) geformt hat. Und wohin es sich entwickelt hat.
Ich hab mit dem Menschenfieber-Blog angefangen, weil ich aufklären wollte. Vor allem über Introversion & Extraversion. Einfach um für mehr Verständnis untereinander zu sorgen. Es tickt halt nicht jeder gleich. Dazu kommt, dass wir unbewusst viel von uns selbst auf andere projizieren. Und ich hab irgendwie gedacht, wenn das den Leuten mal bewusst wird, dann wird es ruhiger, ein bisschen harmonischer. Ohne die ständige gegenseitige Abwertung.
Daraus hat sich dann das Thema „empathisches Abgrenzen“ entwickelt. Weil ich relativ schnell bemerkt habe, dass es eigentlich egal ist, welchem Persönlichkeitstyp oder Neurotyp man entspricht. Man muss sowieso immer seine eigenen Wege finden. Es gibt keine Lösungsschablonen. Es sind immer nur Orientierungspunkte, die man an sich anpassen muss.
Ich finde es ziemlich spannend, die Entwicklung anzuschauen. 2018 wollte ich mit meinen Blogartikeln vor allem die Menschen erreichen, die anderen das Leben schwer machen (angefangen bei Kollegen, die über andere lästern und für überhaupt gar nix Verständnis haben). Ich wollte dazu beizutragen, dass das aufhört. Ich habe aber natürlich auch für die Menschen geschrieben, die mit den Abwertungen ihrer Mitmenschen umgehen müssen und Unterstützung suchen. Aber mein Fokus lag noch viel zu sehr auf den anderen, obwohl ich eigentlich schon wusste, dass wir andere nicht ändern können und immer bei uns selbst anfangen müssen.
Den Fokus auf die anderen hab ich inzwischen komplett abgelegt. Es hat aber auch seine Zeit gebraucht, bis ich wirklich verinnerlicht hatte, wie wichtig es ist, ausschließlich den Menschen meine Aufmerksamkeit und Energie zu geben, die offen dafür sind.
Aprilmorgen an der Elbe – ein guter Ort, um Gedanken zu sortieren.
Vorbereitungen für die nächste Workshop-Runde
Ich hab mich für die neue Runde „Einfach anfangen“ vorbereitet. Bin die einzelnen Workshop-Tage noch mal ganz in Ruhe durchgegangen und hab geschaut, wo ich noch was anpassen möchte. Auch das PDF, das man nach jedem Workshop-Tag bekommt, hab ich noch mal ein kleines bisschen verändert. Ich hab außerdem den FAQ-Teil auf der Workshop-Seite ergänzt und ausführlichere Antworten zu gestellten Fragen in den Blog-Entwürfen festgehalten. Die gehen nach und nach online.
Jetzt freue ich mich erst mal auf die Mai-Runde. Die Anmeldung ist schon geschlossen. Du kannst dir aber jetzt schon deinen Platz für August sichern oder den Workshop jederzeit als 1:1-Coaching anfragen.
Hier findest du alle Infos zum Workshop.
Danke für eure Rückmeldungen
Ich hab in den letzten Wochen wieder wundervolles Blog-Feedback von euch bekommen, vor allem zum letzten Monatsimpuls.
Manche Rückmeldungen kamen anonym über den Blog-Briefkasten, darauf konnte ich leider nicht antworten. Deswegen mache ich das jetzt hier auf diesem Weg: Eure Nachrichten sind angekommen. Ich habe mich über jede einzelne richtig doll gefreut. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür genommen habt. Es ist nicht selbstverständlich. Und es tut einfach gut, zu wissen, dass meine Arbeit ankommt.
Manchmal fühlt es sich ja schon so an, als würde ich ins Leere schreiben oder sprechen. Das ist beim Bloggen ganz normal, das weiß ich. Deswegen ist es immer schön, wenn mal das ein oder andere Wort zurückkommt. Aber auch an meine stillen Leser und Hörer: Danke, dass ihr da seid, und dass ihr meine Sachen lest bzw. dass ihr sie euch anhört.
Ich finde ja, die Vogelhäuschen am Baum sind ein schönes Symbol für die verschiedenen Nachrichten, die bei mir landen. Danke dafür!
Was im April 2026 sonst noch los war
- stonelett hat nun eine Über-mich-Seite
- Die erste Workshop-Woche ist fest geplant und startet bald.
- Mit dem Aufräumen der Website bin ich überhaupt nicht weitergekommen. Das muss ich jetzt langsam mal wieder angehen. Vor allem weil es auch bald rechtlich eine neue Anpassung gibt, die ich umsetzen muss. Das geht technisch für mich einfacher, wenn ich vorher endlich mal ein paar Sachen umgestellt habe.
- Ich ziehe gerade nach und nach von edudip zu ecosero um. Erste Meetings laufen schon regelmäßig über ecosero. Es ist aber vor allem für die Webinare noch nicht fertig eingerichtet. Da bin ich noch mitten drin.
- Ich war mit meiner Tochter und meiner Schwiegermama im Musical-Theater. Wir haben und „Die Schöne und das Biest“ angesehen. Das war ein richtig schöner Ausflug.
- Leider ist einer unserer Hunde krank. Wir wissen immer noch nicht genau, was sie eigentlich hat und suchen weiter.
- Ansonsten gab es im April den ganz normalen Familienalltag mit Schulkram, Geburtstagen und Ferien.
Blog-Rückblick April 2026
Wenn Gründlichkeit zur Mauer wird: Über den Wunsch, alles richtig zu machen
Man gibt sich bei einer Sache wahnsinnig viel Mühe, macht alles doppelt und dreifach genau und ist eigentlich erst zufrieden, wenn es absolut fehlerfrei ist. Nach außen hin sieht das nach purer Kompetenz aus, aber innerlich fühlt es sich oft ganz anders an – eher wie eine Schutzmauer, die man hochzieht, um bloß nicht kritisiert oder falsch verstanden zu werden. Wir schauen uns in diesem Monatsimpuls mal an, warum wir uns so oft hinter unserer Leistung verschanzen, woher dieser Drang kommt, es jedem recht machen zu wollen, und wie du den Weg zu gesunden Grenzen findest, ohne dich hinter einer Fassade verstecken zu müssen. Blogartikel lesen
Schlechtes Gewissen nach dem Nein-Sagen: Warum sich deine Grenzen oft so falsch anfühlen
Du hast dich endlich getraut, eine Grenze zu setzen. Doch statt Erleichterung spürst du nur Unruhe und ein schlechtes Gewissen. Du würdest am liebsten alles wieder rückgängig machen. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum das so ist und wie du mit diesem drängenden Gefühl umgehen kannst, ohne sofort wieder einzuknicken. Blogartikel lesen
Selbstwahrnehmung im Alltag: Ein kleiner Satz und seine Wirkung
Ich bin neulich über einen Satz in einer Mail gestolpert, der früher unbewusst sofort ein altes, ungutes Selbstbild bestätigt hätte. Diesmal war es anders. Ich zeig dir hier mal, wie es aussehen kann, wenn so ein Pieks kommt und man einfach nur beobachtet, was passiert. Es ist immer wieder faszinierend, wenn ich merke, wie das ungute Gefühl von selbst wieder abebbt und gar nicht erst hängen bleibt. Blogartikel lesen
Zwei neue Kaffee-Momente
Im April habe ich wieder zwei meiner Kaffee-Momente auf meinem noch neuen Hobby-Blog veröffentlicht. Einfach nur ein paar kurze Gedanken, die ich mitgeschrieben habe. Blogartikel lesen
12 von 12 im April 2026
„12 von 12“ ist eine Blog-Tradition, die ich auf YouTube ausgelagert habe und bei der es darum geht, den 12. Tag eines Monats mit 12 Bildern zu dokumentieren. Video ansehen
Was war vor 12 Monaten, im April 2025?
Im April vor einem Jahr war Trauer ein größeres Thema. Ich hatte auf eine Blogbriefkasten-Frage über Trauer geantwortet. Das Schreiben war für mich auch ein bisschen wie „Therapie“. Es hat noch mal ein paar Erinnerungen und Emotionen hochgeholt. Aber es tat auch gut, drüber zu schreiben.
Außerdem hatte ich ganz lieben und überraschenden Geburtstagsbesuch und ich hab damit begonnen, meinen grünen Daumen auszubilden.
Ausblick auf den Mai 2026
- Ich werde ecosero fertig einrichten, damit es edudip spätestens ab Juni komplett ablösen kann.
- Am 4. Mai startet die neue Workshop-Runde „Einfach anfangen“. Die Anmeldung ist, wie gesagt, schon geschlossen. Du kannst aber deinen Platz für August sichern oder jederzeit ein 1:1 anfragen.
- Ich freue mich auf weitere Blogartikel. Auch bei stonelett, wenn ich es zeitlich schaffe.
Ich schreibe dir etwa 4x im Monat – immer dann, wenn es Neuigkeiten gibt oder ein neuer Blogartikel online ist. Da ich meine Workshop-Wochen zeitlich und inhaltlich flexibel plane, erfährst du außerdem aktuelle Termine und Themen ausschließlich hier über diesen Weg.
Alle 3 Monate gibt es ein paar zusätzliche Mails, in denen ich dich zu kurzen Reflexionen mit Hilfe der psychologischen Tarot-Arbeit anleite.
Du kannst mir jederzeit auf meine Mails antworten, wenn du deine Gedanken mit mir teilen möchtest. Ich freue mich immer über einen kurzen Austausch.
Die Menschenfieber-Post ist für dich kostenfrei. Möchtest du irgendwann keine Mails mehr bekommen, kannst du dich jederzeit mit nur einem Klick wieder abmelden.
Ich versende die Mails über einen deutschen Newsletter-Anbieter mit hohen Datenschutz-Standards. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung.
Einfach anfangen: Kleine Schritte für mehr Ruhe & klare Grenzen > als Workshop oder im 1:1 >>> mehr Infos & Anmeldung
Hi, ich bin Anett. Ich unterstütze vor allem introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich von Druck und Erwartungen anderer zu befreien, Konflikte wertschätzend zu lösen und Stress zu reduzieren. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine beiden Hunde aus dem Tierschutz – Suri und Nanni.
Meine neuesten Blogartikel
Reizüberflutung im Social-Media-Feed
Du machst die App auf und der eigene Social-Media-Feed fühlt sich sofort an wie ein völlig überfüllter Raum, in dem alle durcheinanderreden. Jedes Bild, jede Meinung, jede Story zieht Energie. Vor allem, wenn man sich dann noch überlegt, was man Nettes antworten könnte. Das macht im Kopf einfach nur müde. In diesem Monatsimpuls schauen wir uns die Reizüberflutung im Social-Media-Feed genauer an – und warum uns dieses ständige Mitlesen und Mitschauen oft viel mehr Kraft kostet, als wir eigentlich merken.
Monatsrückblick Mai 2026: Wenn der Alltag Kopf steht und Pläne liegenbleiben
Der Mai war anstrengend. Auf der einen Seite das laute, schnelle Ziehen der Social-Media-Kanäle, auf der anderen die plötzliche Vollbremsung durch Nannis Knie-OP, die meinen ganzen Alltag zerlegt hat. Vieles von dem, was ich mir vorgenommen hatte, ist liegengeblieben. Aber dadurch ist mir mal wieder klar geworden: Es bringt nichts, gegen das Chaos anzukämpfen oder zu versuchen, alles perfekt im Griff zu haben. Es geht einfach nur darum, zu gucken, was jetzt gerade da ist – und die nächsten Schritte so klein zu machen, dass sie auch dann noch klappen, wenn ringsum alles drunter und drüber geht.
Negative Gefühle loslassen: Warum Hinsehen sicherer ist als Wegdrücken
Herzrasen, Erschöpfung und das dringende Bedürfnis, sich einfach nur im eigenen Schneckenhaus zu verkriechen: Wenn der Stress mit anderen Menschen zu viel wird, schaltet der Körper auf Abwehr. Gerade wenn die Erwartungen von außen drücken oder dich eine Kritik verunsichert, kommen oft heftige Emotionen hoch, die dich regelrecht überschwemmen. Hier findest du eine kleine Orientierung, wie du in diesen Momenten den Druck rausnehmen kannst.
Hier kannst du dir den Blogartikel anhören:













Liebe Anett,
ein Monat, in dem man viel schreibt, ist immer ein guter Monat. Finde ich.
Grenzen setzen und sich abgrenzen ist ein sicher unterschätztes Thema. Nicht nur von anderen Menschen und deren Meinungen, sondern auch von all dem vielen Lärm um uns herum, der oft genug nur Aufmerksamkeit bindet und keinen Mehrwert bringt.
Ich wünsche Dir einen erfolgreichen Mai und gute Besserung für die Fellnase
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
danke für deine lieben Worte und die Genesungswünsche. Die können wir gut gebrauchen.
Ich beobachte, dass Abgrenzung in letzter Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Aber das darf natürlich noch viel mehr werden.
Wenn ich das so lese, fühle ich den Lärm richtig, den du beschreibst. Du hast so recht. Er schleicht sich auch über Bildschirme und Erwartungen ein, bis man einfach nur noch voll damit ist. Wie gut, dass es das Schreiben gibt. Hilft eigentlich immer 🙂
Ich wünsche dir einen schönen und hoffentlich ruhigen Mai.
Alles Liebe
Anett