Versteckte Emotionen erkennen und regulieren

von Anett Enderlein | 28. August 2024 | Coaching & Tools, Emotionen regulieren | 0 Kommentare

Versteckte Emotionen erkennen und regulieren: Impuls-Workshop

Neulich habe ich eine Blogbriefkasten-Antwort vom Januar 2023 für den Audioblog vertont. Dabei ging es um die Frage, warum man immer wieder dieselben Dinge durchlebt und immer wieder dieselben Fehler macht, obwohl man an sich arbeitet. Ob es sich überhaupt lohnt, weiter an sich zu arbeiten, weil all das Durchkauen der Dinge bisher scheinbar nicht geholfen hat. Hier kannst du meinen ausführlichen Antwort-Artikel lesen, an den ich jetzt kurz anknüpfen möchte.

Inhalt

Das Gefühl von Stillstand täuscht oft – aber nicht immer

Warum wir in der Emotions-Schleife feststecken

Emotionen als Boten verstehen

Den Kern des Problems finden

Themen-Abend: Gemeinsam auf Emotionssuche gehen

Aktuelle Termine & Anmeldung

Das Gefühl von Stillstand täuscht oft – aber nicht immer

Wie in dieser Antwort schon erwähnt, täuscht dieses Gefühl von Stillstand sehr oft. Es hat sich durchaus etwas verändert – aus gutem Grund allerdings so schleichend, dass man es kaum wahrnimmt, wenn man nicht gezielt reflektiert.

Dennoch kann es natürlich sein, dass man sich tatsächlich im Kreis dreht und kein Stück vorwärts kommt. Es gibt so viele Rädchen, an denen man drehen könnte, und manchmal wählt man einfach die falschen oder bleibt aus reiner Gewohnheit an bestimmten Rädchen kleben.

Eines dieser vielzähligen und hochwirksamen Rädchen ist die Emotionsregulation.

Warum wir in der Emotions-Schleife feststecken

Ein häufiges Problem ist hier, dass wiederkehrende starke Emotionen, wie z. B. Wut, Ärger oder Angst einfach nicht in den Griff zu bekommen sind. Oder besser gesagt, dass es immer wieder zu sehr ähnlichen Situationen kommt, in denen emotional unangemessen reagiert wird. Es ist immer wieder dasselbe und man schafft es einfach nicht, aus diesem Kreislauf auszusteigen.

Ein häufiges Beispiel: Jemand wird kritisiert und reagiert direkt so verärgert, dass er seinen Frust an jemandem auslassen muss. Auch dann, wenn die Kritik gerechtfertigt ist und wertschätzend vermittelt wird.

Aber warum reagiert man überhaupt unangemessen? Und warum passiert das immer wieder?

Dafür gibt es natürlich mehrere mögliche Antworten. Was viele Menschen aber nicht wissen und worum es heute gehen soll: Es gibt versteckte Emotionen. Wenn wir bei unserem Beispiel mit der Kritik bleiben, liegt unter dem Ärger eine weitere Emotion, die bisher nicht wahrgenommen wird.

Emotionen als Boten verstehen

Emotionen sind immer Boten. Sie übermitteln Bedürfnisse. Wenn wir die Botschaft nicht verstehen, weil wir die Emotion nicht richtig wahrnehmen, können wir das Bedürfnis nicht stillen und die Emotion nicht gut regulieren. Wir befinden ins in einer Dauerschleife.

Unsere eigenen Emotionen wollen aber nicht nur uns etwas sagen, sie senden auch Botschaften an unsere Mitmenschen. Damit diese uns helfen können, unsere Emotionen zu regulieren. Wenn z. B. jemand sieht, dass ich traurig bin, kann er mich trösten.

Manchmal lassen wir diese Botschaften an andere gar nicht erst zu. Und manchmal senden wir unbewusst falsche Botschaften und wundern uns dann, warum wir uns so unverstanden und falsch behandelt fühlen. Das kann genauso in einen Teufelskreis führen.

Das ist natürlich nur eine von zwei Seiten: Auch wenn wir die richtigen Botschaften senden, heißt es nicht, dass andere damit umgehen können. Aber die Chance erhöht sich, dass wir verstanden und unterstützt werden.

Den Kern des Problems finden

Wenn du also das Gefühl hast, du reagierst emotional unangemessen oder du wirst von anderen immer falsch verstanden, was deine Emotionen angeht, und die Situationen wiederholen sich, gibt es wahrscheinlich eine versteckte Emotion als Kern des Problems. Diese solltest du ausfindig machen, um die Botschaft zu erkennen und das Bedürfnis zu stillen – oder um die richtigen Signale zu senden, sodass andere dir dabei helfen können.

Es geht also gar nicht allein um die Emotion, die du vordergründig wahrnimmst. Da ist sehr wahrscheinlich noch eine andere im Spiel.

Das Wissen um versteckte Emotionen hilft dir aber auch, Ausbrüche anderer Menschen nicht auf dich zu beziehen und dich besser abzugrenzen.

Themen-Abend: Gemeinsam auf Emotionssuche gehen

Wenn du dich regelmäßig in Momenten wiederfindest, in denen du emotional überreagierst oder einfach mit unangemessenen Gefühlen reagierst, kann ein tieferer Blick hilfreich sein.

Bei einem max. 2-stündigen Themen-Abend gehen wir gemeinsam auf Suche: Wir schauen uns an, was genau versteckte Emotionen sind und wie du sie im Alltag erkennst und regulierst. Das Wissen darüber kann dir auch helfen, emotionale Reaktionen deiner Mitmenschen besser einzuordnen.

Der Themen-Abend findet online statt. Du bist dabei für die anderen Teilnehmenden anonym, da du weder zu sehen noch zu hören bist. Ich leite dich anhand konkreter Fallbeispiele durch das Webinar. Wenn du möchtest, kannst du deine eigene Situation als Übungsbeispiel mitbringen. Du kannst mir dein Anliegen auch vorab per E-Mail oder anonym über den Blog-Briefkasten schicken, dann greife ich es im Workshop auf. Sollten danach noch Fragen offen sein, berate ich dich gerne im Anschluss per E-Mail.

Nach unserem Themen-Abend …

  • verstehst du deine eigenen impulsiven Reaktionen besser.
  • erkennst du versteckte Emotionen bei dir selbst.
  • kannst du Überreaktionen anderer besser einordnen.

Aktuelle Termine & Anmeldung

Der nächste Themen-Abend zu den versteckten Emotionen findet am 11. September 2026 von 19-21 Uhr statt.

Hier kannst du dich anmelden.
(Anmeldeschluss: 8. September 2026)

Du möchtest nicht warten und dich außerdem tiefer mit dir selbst auseinandersetzen, um dich empathisch abzugrenzen und sozialen Stress zu reduzieren? Das Thema „versteckte Emotionen“ ist auch Bestandteil meines Jahrescoachings, das du jederzeit anfragen kannst.

Foto Titelbild: StockSnap von Pixabay via Canva.com

Hi, ich bin Anett.

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Ich unterstütze introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich empathisch abzugrenzen und mit weniger Menschen-Stress durch den Alltag zu gehen. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine beiden Hunde aus dem Tierschutz – Suri und Nanni.

Mehr über mich erfährst du hier.

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