Andere zweifeln unsere Beziehung an. Haben sie recht?

von Anett Enderlein | 11. September 2026 | Gedanken & Impulse | 0 Kommentare

Kompass im Sonnenlicht mit der Aufschrift: Andere zweifeln unsere Beziehung an. Haben sie recht? - Monatsimpuls mit psychologischem Tarot

Du bist in einer Beziehung, in der es dir gut geht. Ihr habt zwar teilweise unterschiedliche Interessen und Ruhebedürfnisse, sodass jeder auch oft sein eigenes Ding macht, aber das passt für euch und du hast dir gar keine Gedanken deswegen gemacht. Bis irgendjemand komisch nachfragt, warum ihr getrennt wegfahrt und ob da irgendwas nicht stimmt. Je öfter du solche Sprüche hörst, desto mehr fängst du an, an deiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Dieser Monatsimpuls hilft dir, deinen Fokus wieder zu dir zurückzuholen und dich von den Erwartungen anderer abzugrenzen.

Ich nutze Tarot als psychologisches Hilfsmittel, um ein monatliches Abgrenzungsthema mit passenden Reflexionsfragen auszuwählen. Wie du mit dem Monatsimpuls arbeiten und dir auch ein eigenes Bild der Karten machen kannst, habe ich dir in diesem Blogartikel beschrieben.

Inhalt

Die Karten als Grundlage für diesen Impuls

Wenn fremde Zweifel auf deine Beziehung abfärben

Woher die ungeschriebenen Regeln kommen

Wie du deinen Fokus wieder zurück zu dir holst

Fazit: Deine Beziehung muss nur für dich Sinn ergeben

Die Karten als Grundlage für diesen Impuls

Hier ein Foto unserer Legung, falls du dir ein eigenes Bild machen oder einfach nachvollziehen möchtest, wie ich auf die aktuellen Impulse komme.

Psychologisches Tarot für empathisches Abgrenzen: 3 Tarotkarten auf einem Holztisch zum Thema „Andere zweifeln unsere Beziehung an. Haben sie recht?“
Karte 1 – mittig: 2 der Kelche
Karte 2 – links: Der Hierophant
Karte 3 – rechts: Königin der Münzen

Wenn fremde Zweifel auf deine Beziehung abfärben

Unsere erste Karte, die „2 der Kelche“ leitet unser Abgrenzungsthema ein. Mein erster Gedanke war, dass wir die Karte doch neulich erst hatten. Da ging es darum, durch mehr Wissen und Verstehen die Harmonie zu waren.

Und Harmonie blieb auch diesmal als Thema direkt hängen. Schau dir die Karte mal an: Sie strahlt einfach pure Harmonie und absolutes Gleichgewicht aus. Das perfekte Paar. So muss Beziehung sein: Wir machen alles zusammen, wir teilen jeden Moment, wir haben dieselben Interessen, wir fahren zusammen in den Urlaub, wir sind eine Einheit …

Für mich ist das aber nur eine Möglichkeit, wie Beziehung aussehen kann. Und es ist vermutlich die in unserer Gesellschaft angesehenste. Es ist die, die am besten von Außenstehenden verstanden wird.

Jetzt kann es sein, dass deine Beziehung ganz anders aussieht. Dass jeder immer noch sein eigenes Ding macht. Dass ihr verhältnismäßig wenig zusammen unternehmt, vielleicht auch öfter mal getrennt in den Urlaub fahrt. Dass jeder seinen eigenen Freundeskreis behält und die sich auch nicht wirklich vermischen. Und möglicherweise hast du dir dabei auch überhaupt nichts gedacht, es nicht in Frage gestellt, bis immer mal wieder jemand sagte: Warum macht ihr das so? Das kann doch nicht funktionieren. Das wird wohl nicht lange halten. Ist bei euch alles in Ordnung? Das ist doch nicht normal. Das ist doch keine gesunde Beziehung. Ihr habt viel zu wenig Gemeinsamkeiten.

Also eigentlich ging es dir gut in deiner Beziehung, die dir Freiraum und Alleinzeit lässt. Die Zweifel der anderen haben aber irgendwann angefangen, auf dich abzufärben. Und nun fängst du vielleicht an, die Beziehung verändern zu wollen. Du steckst deine Bedürfnisse zurück, um Kompromisse einzugehen, die es vorher nie gebraucht hat, um nicht länger das Gefühl zu haben, falsch zu leben.

  • Welches ungeschriebene Gesetz über Vertrautheit oder Partnerschaft schwirrt dir gerade in deinem Kopf herum, wenn du an deine Situation denkst?
  • In welchen Momenten fühlst du dich in deiner Beziehung eigentlich rundum wohl – ganz unabhängig davon, was andere dazu sagen würden?
  • An welcher Stelle entsteht der Stress in dir: Wenn du mit der anderen Person zusammen bist, oder erst, wenn du darüber nachdenkst, wie es auf andere wirkt?

Woher die ungeschriebenen Regeln kommen

Unsere zweite Karte, „Der Hierophant“, erzählt uns etwas zur Vorgeschichte. Und es passt perfekt zu meinen Gedanken von Karte eins. Denn der Hierophant steht für traditionelle Werte, ungeschriebene Gesetze und gesellschaftliche Normen. Er ist die Instanz, die sagt: „Das ist richtig, das ist falsch, das gehört sich so.“

Da will ich jetzt auch gar nicht groß weiterdeuten. Denn irgendwie ist damit schon alles gesagt. Dein Umfeld hat eine Schablone für die perfekte Beziehung und kommentiert deine Art, Beziehung zu leben. Da du von der Norm abweichst, hast du das Gefühl, dich erklären und rechtfertigen zu müssen. Du verteidigst deine eigene Beziehung. Du suchst ständig Argumente, warum du dein Leben so lebst, wie du es lebst. Das verbraucht extrem viel Energie und macht unendlich Kopf-Stress.

  • Welche Regeln oder Vorstellungen darüber, wie eine „richtige“ Beziehung oder Freundschaft auszusehen hat, hast du aus deiner Familie oder deinem Umfeld mitgenommen?
  • Welcher Satz oder welcher Glaubenssatz taucht in deinem Kopf auf, wenn deine Art zu leben nicht mit den Vorstellungen deines Umfelds übereinstimmt?
  • Wie viel deiner Energie nutzt du momentan dafür, deine Entscheidungen vor dir selbst oder anderen zu verteidigen, statt sie einfach stehenzulassen?

Wie du deinen Fokus wieder zurück zu dir holst

Unsere dritte Karte, die „Königin der Münzen“ gibt uns Handlungsimpulse.

Wenn du auf die Karte schaust, siehst du, dass die Königin nicht nach links oder rechts schaut. Sie vergleicht sich nicht und schaut nicht auf das, was andere tun. Sie sitzt auf ihrem Thron, schaut nach unten zu ihrer Münze, die sie in den Händen hält. Alles andere beachtet sie gar nicht.

Der Handlungsimpuls ist also ziemlich eindeutig: Fokussiere dich auf deine eigenen Bedürfnisse und Werte. Und auf die Möglichkeiten, die du hast, um deine Bedürfnisse zu erfüllen und deine Werte so gut es gerade geht zu leben. Meist machen wir das intuitiv schon richtig, lassen uns dann aber reinreden und verunsichern.

  • Wenn du alle Meinungen und Ratschläge von außen für einen Moment stummschaltest: Was an deiner aktuellen Lebens- oder Beziehungsform tut dir ganz konkret und pragmatisch gut?
  • Welchem Aspekt deines eigenen Lebens möchtest du wieder mehr Aufmerksamkeit schenken, statt deine Energie in das Grübeln über fremde Maßstäbe zu stecken?
  • Wie fühlt es sich in deinem Körper an, wenn du deine Entscheidungen einfach so stehenlässt, ohne sie zu erklären?

Fazit: Deine Beziehung muss nur für dich Sinn ergeben

Eigentlich läuft deine Beziehung genau so, wie du sie brauchst: Du hast genug Ruhe und Zeit für dich. Bis irgendjemand komisch nachfragt, warum ihr getrennt wegfahrt und ob da irgendwas nicht stimmt. Durch die ungefragten Kommentare zu deiner Beziehung zweifelst du mit der Zeit an deinen eigenen Gefühlen und verlierst deine Bedürfnisse aus dem Blick (z. B. nach Alleinzeit). Vielleicht denkst du sogar manchmal über Trennung nach, obwohl du das eigentlich gar nicht möchtest.

Wir alle haben ein paar uralte Regeln im Kopf abgespeichert, wie eine „richtige“ Beziehung angeblich auszusehen hat. Und wenn deine Realität nicht zu dem passt, was für dein Umfeld als normal gilt, verunsichert das irgendwann. Du fängst an, dich zu erklären und deine Entscheidungen vor anderen zu verteidigen. Und das verbrennt unendlich viel Energie, macht müde und verstärkt die Zweifel auch noch.

Mach dir immer wieder bewusst, dass deine Beziehung nicht der Norm entsprechen muss und dass der eigentliche Konflikt in deinem Kopf stattfindet. Du schwankst zwischen deinem Bedürfnis nach Autonomie und Alleinzeit und der Angst vor der Bewertung anderer. Auch wenn es anfangs schwierig ist, grenze dich vom Gerede und von den Erwartungen deines Umfelds ab. Schau allein auf dich und dein Erleben: Tut dir eure Art zu leben gut? Gibt sie dir Kraft? Dann ist sie richtig für dich. Ganz egal, ob andere das verstehen oder nicht.

Wenn du per E-Mail über den nächsten Monatsimpuls informiert werden möchtest, trag dich hier für die kostenfreie Menschenfieber-Post ein. Dort machen wir auch regelmäßig gemeinsam kleine Legungen, als eine Art Mini-Check-up.

Möchtest du deine individuelle Situation mit Hilfe der Tarotkarten durchleuchten, um sie besser zu verstehen, nächste Lösungsschritte zu finden und gleichzeitig deine Stresskompetenz und Entscheidungsfähigkeit zu stärken? Dann schau mal hier: Psychologisches Coaching mit Tarot

Foto Titelbild: R_Tee via Canva.com

Hi, ich bin Anett.

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Ich unterstütze introvertierte, sensible und empathische Menschen dabei, sich empathisch abzugrenzen und mit weniger Menschen-Stress durch den Alltag zu gehen. Hinter den Kulissen immer an meiner Seite: meine beiden Hunde aus dem Tierschutz – Suri und Nanni.

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