Monatsimpuls September 2022: Die Meinungen anderer über dich

Ist dir sehr wichtig, was andere Menschen über dich denken? Fürchtest du dich oft vor deren Kritik? Besonders dann, wenn es „um etwas geht“? Wie z.B. in einem beruflichen Projekt – in dem du vielleicht enger mit manchen Menschen zusammenarbeiten musst? Oder hält dich die Sorge, bewertet und verurteilt zu werden, davon ab, dass du dir die Unterstützung holst, die du dir eigentlich wünschst?

Im Monatsimpuls für September geht es darum, wie du bewusst mit diesen Sorgen umzugehen kannst.

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Ich nutze Tarot als psychologisches Hilfsmittel, um ein monatliches Abgrenzungsthema mit passenden Reflexionsfragen auszuwählen. Wie du mit dem Monatsimpuls arbeiten und dir auch ein eigenes Bild der Karten machen kannst, beschreibe ich dir demnächst in einem extra Blogartikel.

So viel schon mal vorab: Du musst nicht alle Fragen beantworten und solltest das Thema sowie die Impulse natürlich auf deine eigene Situation anpassen. Wichtig ist, was du wahrnimmst. Nimm dir nur das von mir mit, was dir passend und hilfreich erscheint. Den Rest lässt du weg. 🙂

Inhalt

Die September-Karten

August-Rückblick: Gut gerüstet

Abgrenzungsthema September 2022: Die Meinungen anderer über dich

Handlungsimpuls September 2022: Zulassen und Annehmen

Mögliche Entwicklung: Im Gleichgewicht mit den Emotionen

Fazit

Die September-Karten

Ich leite das monatliche Abgrenzungsthema eigentlich aus 3 Karten her. Da dies der erste Monatsimpuls ist, gibt es ausnahmsweise eine 4. Karte, für einen kurzen August-Rückblick. Für mich gehört es einfach dazu, kurz zurückzuschauen und mit dem, was war, die Brücke ins Jetzt zu bauen. 🙂

Hier also das Bild der September-Legung, falls du selbst deuten oder einfach nachvollziehen möchtest, wie ich auf das aktuelle Thema komme. Was die Karten in ihrer jeweiligen Position im Legemuster bedeuten, beschreibe ich gleich Schritt für Schritt.

Monatsimpuls September 2022: die Karten

Der Herrscher, 3 der Münzen, 6 der Kelche und Mäßigkeit 

August-Rückblick: Gut gerüstet

Die erste Karte der Legung ist „Der Herrscher“. Diese Karte steht unter anderem für Halt, Struktur, Verantwortung und Sachlichkeit. Aber auch für Tatendrang und Durchsetzung.

Mein Blick fiel hier besonders auf die scheinbar „gerüsteten“ Beine. Was mir folgende Fragen in den Sinn brachte:

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Wo fühltest du dich im August gut gerüstet, sodass du endlich losgehen konntest?

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Was hast du im August (trotz Angst oder Nervosität) begonnen, weitergeführt oder zu Ende gebracht?

Bei mir war es definitiv der Punkt, die Tarotkarten offiziell als psychologisches Hilfsmittel aufzunehmen und das auch direkt bekannt zu geben. Obwohl ich noch nicht lange mit den Karten arbeite. Und obwohl ihnen teilweise ein zweifelhafter Ruf vorauseilt. Das war schon ein spannender Schritt für mich. 🙂

Vielleicht ist die für dich passende Frage aber auch:

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Wo hat dir ein gewisses Gefühl der Sicherheit noch gefehlt, um losgehen zu können?

Ein anderer Punkt, an dem ich besonders hängenblieb, war die Sachlichkeit. „Der Herrscher“ symbolisiert das vorübergehende Zurückstellen eigener Gefühle, um sich sachlich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen zu können.

Bei mir war es das ziemlich große Thema der begrenzten Lebenszeit und der Umgang mit nahenden Abschieden und anderen Schicksalsschlägen. Aber hier passt auch gut das „gut gerüstet“-Thema von eben: das Regulieren von Sorgen, Stress und Ängsten, um den nächsten Schritt gehen oder stabil stehen zu können.

Abgrenzungsthema September 2022: Die Meinungen anderer über dich

Die zweite Karte – die „3 der Münzen“ – spiegelt das Abgrenzungsthema, auf das wir uns den gesamten September über immer mal wieder fokussieren können: Die Angst vor den Meinungen und Bewertungen anderer Menschen. Besondern in Situationen, in denen wir auf Unterstützung angewiesen sind und eben nicht alles allein in unserem stillen Kämmerlein machen können. Oder wenn Teamfähigkeit von uns erwartet wird (Auch als Einsiedler – zu dem ich mich zähle – kannst du übrigens teamfähig sein!). Vielleicht geht es aber auch darum, dass wir nicht drum herum kommen, uns den Blicken anderer auszusetzen.

Im klassischen Waite-Design sind die 3 Personen auf der Karte einander zugewandt und symbolisieren funktionierende Teamarbeit. Ein Bauherr, ein Planer, ein Handwerker. Es braucht die unterschiedlichen Fähigkeiten aller, damit das Projekt erfolgreich wird. Der Handwerker steht dabei leicht erhöht. Das macht deutlich, dass ohne das praktische Umsetzen nichts vollbracht werden kann.

Wenn wir uns eine Veränderung wünschen, bleiben wir oft in Ideen, Wünschen und auch in der Planung stecken. Wir eignen uns Wissen an, nehmen uns etwas vor aber bleiben theoretisch und trauen uns nicht in die Umsetzung.

In einem anderen Kartendeck, das ich besitze, sieht es für mich so aus, als wäre die ausführende Person verunsichert. Die anderen beiden wenden sich vom Handwerker ab, werfen aber prüfende Blicke über die Schulter.

Die Zahl 3 sagt aus, dass „die Dinge“ sich noch am Anfang befinden:

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Wo hast du dich endlich mal getraut und bist losgelaufen (s. August-Karte), fühlst dich aber nun, nach den ersten Schritten, wieder verunsichert und zweifelst deine Entscheidung an?

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In welchem Bereich fühlst du dich von anderen (vielleicht von Menschen, die „schon weiter“ sind) beobachtet und bewertet und hast Angst vor deren Urteil?

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Wobei wärst du anderen Menschen eine willkommene Hilfe, lässt dich aber von dem Gedanken, nicht gut genug zu sein, zurückhalten?

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Welche Situation überfordert dich gerade? Wo wünschst dir Unterstützung, traust dich aber nicht, darum zu bitten, weil du vielleicht glaubst, es allein schaffen zu müssen?

Handlungsimpuls September 2022: Zulassen und Annehmen

Aus der dritten Karte unserer September-Legung können wir Hinweise rauslesen, wie wir mit dieser Angst vor Bewertung und Verurteilung umgehen können.

Die „6 der Kelche“ bezieht sich auf Gefühle und Intuition. Sie symbolisiert Harmonie und Ausgleich. Ein Mädchen bekommt von einer kleineren Person einen Kelch mit Blumen geschenkt, den sie gerne annimmt.

Hier kamen mir einige Deutungs-Ideen, die in verschiedene Richtungen gingen. Am meisten zog es mich aber zu dem Gedanken, „klein“ anzufangen und im bereits vertrauten Umfeld nach Unterstützung oder Stärkung zu schauen. Nutze das, was jetzt schon da ist:

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Wer in deinem privaten oder beruflichen Umfeld hat dir schon mal Unterstützung angeboten oder tut es immer wieder?

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Ist dir vielleicht nicht bewusst, wie ehrlich dieses Angebot ist? Aus welchen Gründen lehnst du die Unterstützung bisher ab?

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Wem vertraust du?

Das Annehmen des Blumenkelches beziehe ich aber auch auf das Annehmen der Sorgen und Ängste – obwohl wir die oft viel lieber wegschieben würden. Denn nur, wenn wir das tun, kommen wir an die stressenden Grundannahmen, die dahinter liegen und all das erst bewirken. Und wenn wir diese Grundannahmen auflösen, kann etwas Schönes daraus wachsen.

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Was genau befürchtest du? Warum dürfen andere nicht schlecht über dich denken? Warum darfst du keine Fehler machen?

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Kannst du dir sicher sein, dass deine Begründungen wirklich wahr sind?

Schwierige Emotionen können leichter angenommen und verarbeitet werden, wenn du dir unter anderem folgender Dinge bewusst bist:

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Was sind deine Stärken und Fähigkeiten?

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Was kann dir dabei helfen, dich immer wieder an diese Stärken und Fähigkeiten zu erinnern und mehr auf dich selbst zu hören, als auf Meinungen und Ratschläge anderer?

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Was macht dir Freude und hilft dir, zu entspannen? Mach davon ruhig etwas mehr, als du es sonst tun würdest. Plane ggf. feste Zeiten dafür ein.

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Wofür bist du dankbar? Schreib es auf.

Mögliche Entwicklung: Im Gleichgewicht mit den Emotionen

Die vierte Karte unserer September-Legung spiegelt uns eine mögliche Entwicklung unserer aktuellen Situation – wenn wir achtsam und wertungsfrei annehmen können, was gerade ist, um bewusst damit umzugehen.

Die Mäßigkeit“ symbolisiert das Gleichgewicht, welches wir immer wieder neu herstellen müssen (passt schön zur „Harmonie und Ausgleich“-Karte von eben). Denn alles ist immer im Wandel. Du entwickelst dich weiter, die Umstände ändern sich. Kein Tag ist wie der andere. Deine Grenzen und Bedürfnisse sind von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Es ist wichtig, dass du dich selbst gut kennst und beobachtest, um dieses Gleichgewicht immer wieder herzustellen:

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Woran erkennst du eigentlich, dass du im Gleichgewicht bist?

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Woran kannst du erkennen, dass du entspannt bist? Wie bist du, wenn du entspannt bist? Welche Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen kannst du dann wahrnehmen?

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Woran kannst du erkennen, dass du gestresst bist? Welche ersten und späteren Anzeichen gibt es dafür? Welche Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen kannst du (in den verschiedenen Stressphasen) wahrnehmen? Wie verhältst du dich typischerweise? Ist all dies nur hinderlich oder auch mal hilfreich?

Um diese Fragen zu beantworten, darfst du gern über das aktuelle Abgrenzungsthema hinausgehen.

Fazit

Wenn du dich vor Meinungen und Kritik anderer fürchtest, mach dir bewusst, dass diese Angst ein ganz normaler Teil deiner Entwicklung ist. Sie wird immer wieder kommen und du kannst viel durch sie lernen. Lass sie da sein, nimm sie an und schau, welche Gedanken und Annahmen zu dieser Angst führen. Und dann geh bewusst mit ihr um. Auf diese Art lernst du, deine Emotionen und zwischenmenschlichen Stress zu regulieren. Die angebotenen Reflexionsfragen können dir dabei helfen.

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Möchtest du deine individuelle Situation mit Hilfe der Tarotkarten durchleuchten, um sie besser zu verstehen und konkrete nächste Lösungsschritte zu finden? Dann schau mal hier: E-Mail-Coaching mit Tarot

Hast du Fragen, Gedanken oder Ergänzungen zum September-Impuls? Dann kommentiere unten auf dieser Seite oder schreib mir hier

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Anett Enderlein

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