Titelbild des Blogartikels: Eine ruhige Küstenlandschaft mit Dünengras und Meer. Der Text im Bild lautet: Berufung finden mit Ikigai und psychologischem Tarot

Wie finde ich meine Berufung? Diese Frage lag in meinem Blog-Briefkasten. „Berufung“ klingt für viele Menschen nach der einen riesigen, lebensverändernden Aufgabe, die man finden muss. Das löst oft eher Stress als Vorfreude aus.

In diesem Blogartikel schauen wir uns diesen Mythos mal genauer an. Ich zeige dir außerdem, wie du das japanische Ikigai-Modell nutzen kannst, um deine Talente und Wünsche neu zu sortieren. Du kannst es ganz klassisch durchgehen oder ergänzend das psychologische Tarot dazunehmen. Ich gebe dir hier auch einen kurzen Einblick aus meiner Coaching-Praxis, damit du direkt siehst, wie sich die Kombination „Ikigai & Tarot“ anfühlt und was sie bewirken kann.

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Möchtest du auch Fragen oder Gedanken einwerfen, die dich beschäftigen? Hier geht’s zum Blog-Briefkasten.

Du hast schon mal eine Frage gestellt? Dann findest du hier alle bisherigen Antworten.

Inhalt

Berufung finden: Schluss mit dem Mythos

Warum wir uns so nach Berufung sehnen

Berufung und Werte: Dein inneres Navi

Deine Stärken: Das Fundament für den Alltag

Ikigai und Tarot: Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Blick hinter die Kulissen: Das Ikigai-Tarot in der Praxis

So nutzt du das Ikigai-Tarot für dich

Fazit: Deine Berufung darf lebendig sein

Berufung finden: Schluss mit dem Mythos

Muss man seine Berufung finden, um wirklich glücklich und erfüllt zu sein? Der Gedanke daran gibt mir ein bisschen das Gefühl, als wäre man auf einer großen Schatzsuche. Und wenn du deinen „Schatz“ noch nicht gefunden hast, kann es sich schnell so anfühlen, als würdest du was falsch machen oder als hättest du den Anschluss verloren. In meinen Coachings erlebe ich oft, dass Fragen wie die nach der Berufung enormen Druck erzeugen. Auf der einen Seite ist da der Wunsch nach Sinn und auf der anderen die Angst, sich festlegen oder sogar beweisen zu müssen.

Bevor wir hier tiefer einsteigen, lass uns den Begriff „Berufung“ erst mal kurz sortieren:

Das Wichtigste ist, dass eine Berufung kein fester Zielort oder Standpunkt ist. Es ist kein Jobtitel, auf den man sich bewerben kann. Es ist vielmehr das Warum dahinter. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch dein Leben. Wenn du deine Berufung als ein starres Ziel siehst, verlierst du den Blick für das, was jetzt schon da ist.

Dazu kommt: Wenn du permanent auf diese Suche „programmiert“ bist, bist du im Stressmodus. Und in diesem Modus kannst du deine Intuition und deine tatsächlichen Bedürfnisse nur eingeschränkt wahrnehmen. Hier ist es wichtig, den Erwartungsdruck rauszunehmen, damit du überhaupt hören kannst, was dich eigentlich ruft.

Berufung wird außerdem oft mit Karriere verwechselt. Sie hat aber viel mehr mit deinen Werten zu tun. Also mit dem, was dir im Kern wichtig ist. Wenn du deine Berufung findest, heißt das nicht, dass du damit deinen Lebensunterhalt bestreiten musst.

Warum wir uns so nach Berufung sehnen

Um den Druck raus zu nehmen und der eigenen Berufung näher zu kommen, kann es helfen, zu verstehen, woher diese innere Stimme eigentlich kommt, die ständig flüstert: „Da muss doch noch was Besseres sein, was genau für mich bestimmt ist.“ Und hier kommen einige Faktoren zusammen:

Wir leben in einer Zeit, in der uns suggeriert wird, wir könnten alles sein, wenn wir uns nur genug anstrengen. Früher war der Lebensweg oft durch die Herkunft oder das Umfeld vorgegeben. Das war zwar einengend, aber es gab weniger Entscheidungsdruck. Heute müssen wir aus Millionen Möglichkeiten die perfekte Wahl für uns treffen. Es ist für mich total logisch, dass wir uns hier die Frage nach der Berufung stellen, um uns orientieren zu können.

Schließlich wollen wir ja auch etwas tun, was wirklich zu uns passt. Wenn du als reflektierte und sensible Person in einem Job arbeitest, der deine Werte verletzt oder dich ständig mit Reizen überflutet, entsteht eine innere Spannung. Der Wunsch, deine Berufung zu finden ist also eigentlich auch der Wunsch nach Resonanz: Du möchtest dich in deiner Arbeit selbst wiedererkennen und nicht ständig das Gefühl haben, eine Maske tragen zu müssen.

Wir haben aber auch dann verstärkt den Drang, unsere Berufung finden zu müssen, wenn das Selbstwertgefühl noch ein bisschen wackelig ist. Wir glauben: „Wenn ich erst weiß, was meine Berufung ist, dann weiß ich endlich, wer ich bin.“ Und das wiederum spiegelt den tief sitzenden Wunsch nach Zugehörigkeit und Akzeptanz, ohne sich verbiegen zu müssen.

Der starke Wunsch, seine Berufung zu finden ist also im Grunde ein gesundes Signal unserer Selbstwahrnehmung. Er zeigt, dass unsere Außenwelt und unsere Innenwelt gerade nicht zusammenpassen.

Berufung und Werte: Dein inneres Navi

Wenn also Berufung kein fester Ort und kein festes Ziel ist, an dem wir irgendwann ankommen, stellt sich natürlich die Frage: Woran orientieren wir uns dann?

Für mich liegt die Antwort ganz klar in unseren Werten. Sie funktionieren im Grunde wie ein Navi. Sie sagen uns zwar nicht auf den Meter genau, welche Abfahrt wir nehmen müssen, aber sie zeigen uns, ob wir überhaupt in die richtige Richtung fahren.

Wenn du deine Berufung suchst, suchst du ja eigentlich „nur“ nach einem Leben, das sich mit deinen Werten deckt. Und da gibt es einfach nicht den einen perfekten Job bis ans Lebensende. Aber es gibt viele Möglichkeiten, wie du deine Werte beruflich oder privat leben kannst. Wenn dir zum Beispiel Gerechtigkeit wichtig ist, kannst du das als Anwältin ausleben, aber genauso gut auch als Journalistin oder im Ehrenamt. Das nimmt diesen gewaltigen Druck raus, sich vielleicht falsch zu entscheiden.

Mir selbst sind zum Beispiel Echtheit und Selbstbestimmung extrem wichtig. Und weil ich das weiß, ist es für mich fast zweitrangig, ob ich gerade Menschen in meiner Online-Praxis begleite oder ob ich, rein hypothetisch, als Autorin an einem Buch schreibe. Ich könnte mir für mich sogar ein Handwerk vorstellen, bei dem ich etwas mit den eigenen Händen erschaffe und das Ergebnis einfach für sich spricht. Oder ich würde im Hintergrund Strategien und Konzepte für andere entwickeln, ohne selbst im Rampenlicht stehen zu müssen. Solange ich diese beiden Werte spüre und ich selbst bleiben kann, fühlt es sich nach meiner Berufung an.

Ich weiß außerdem, dass mir Ruhe und Tiefe extrem wichtig sind. Und damit weiß ich auch, dass sich ein Job im lauten Großraumbüro mit 50 Telefonaten am Tag für mich nie nach Berufung anfühlen wird. Ganz egal, wie toll der Titel vielleicht auf meiner Visitenkarte aussieht.

Statt dich also zu fragen: „Was ist meine Berufung?“, probier es mal mit einem anderen Blickwinkel. Du musst dafür keine perfekte Werteliste durchgehen. Überleg dir stattdessen: Welche drei Dinge müssen in meinem (Arbeits-) Alltag unbedingt da sein, damit ich mich abends nicht völlig verbogen oder leer fühle?

Sobald du das für dich benennen kannst, verändert sich der Blick auf alles andere. Du suchst dann nicht mehr nach dem einen „großen Schatz“. Du fängst stattdessen an, dein Leben von innen heraus so zu gestalten, dass es sich stimmig anfühlt.

Deine Stärken: Das Fundament für den Alltag

Wenn du dir bewusst gemacht hast, was dir wichtig ist (deine Werte), kommt meistens sofort die nächste Frage um die Ecke: „Schön und gut, aber wie setze ich das jetzt um? Wie sorge ich dafür, dass mein Alltag auch wirklich so aussieht?“

Und hier kommen deine Stärken ins Spiel. Um deiner Berufung näherzukommen, reicht es nämlich nicht nur zu wissen, was du willst. Es geht auch um die Frage: Was liegt mir eigentlich? Was kann ich gut?

Das Problem ist oft, dass wir unsere eigenen Stärken für völlig normal und selbstverständlich halten. Wir denken: „Das kann doch jeder“ oder „Das ist doch nichts Besonderes“. Dabei sind deine Stärken die Basis, um deine Berufung überhaupt leben zu können.

Wenn du zum Beispiel merkst, dass du verdammt gut darin bist, komplexe Abläufe zu strukturieren, wird ein Job, in dem du nur spontan auf Zuruf reagieren musst, vielleicht nie deine Berufung sein. Oder wenn deine Stärke darin liegt, Dinge anschaulich zu erklären, ist es egal, ob du das als Lehrerin, als Bloggerin oder in der Kundenberatung tust.

Es geht also auch um die Frage: Mit welchen meiner Fähigkeiten kann ich meine Werte im Alltag am besten umsetzen?

Falls du deine Stärken gerade noch nicht so gut kennst, schau mal hier: Wie erkenne ich meine Stärken?

Ikigai und Tarot: Ein Beispiel aus der Praxis

Um all das Wissen über deine Werte und Stärken zu einem stimmigen Bild zusammenzufügen, kannst du z. B. das Ikigai nutzen. Das ist ein japanisches Modell und bedeutet „Das, wofür es sich zu leben lohnt“ oder „Das, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen“.

Wie dieses Zusammenfügen aussehen kann, möchte ich dir an einem konkreten Beispiel aus meiner Coaching-Praxis zeigen.

Liebe Grüße und ein großes Danke an meine Klientin, deren Geschichte ich hier in Auszügen anonymisiert teilen darf.

Ein Blick hinter die Kulissen: Das Ikigai-Tarot in der Praxis

Vor einiger Zeit habe ich eine sehr vielseitig interessierte und ebenso talentierte Klientin begleitet. Sie wollte sich selbstständig machen, wusste aber vor lauter Möglichkeiten nicht, womit genau. Sie kam mit einer analytischen Liste an Kriterien zu mir (sinnstiftend, persönlich erfüllend, finanziell lohnend usw.).

Wer so nach „dem einen Ding“ sucht, für das er brennt und mit dem er starten kann, sucht im Kern nach seinem Ikigai: die Schnittmenge, in der die eigenen Werte, das Können und der Markt zusammenfinden. Oft blockiert uns aber genau dieser analytische Blick. Deshalb haben wir das Ikigai-Modell zwar als Grundgerüst gewählt, aber statt die Interessen nur kopfmäßig zu sortieren, haben wir das psychologische Tarot als Spiegel für das Unbewusste dazugenommen. Mit den Karten wurde plötzlich sichtbar, dass ihre verschiedenen Talente sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich perfekt ergänzen. Das hat ihren Kopf mal kurz leise gestellt und für ein kräftiges „Ich darf so vielseitig sein, wie ich bin“ gesorgt.

Beitragsbild im Blogartikel: Ein ausgelegtes Tarot-Kartendeck nach dem Rider-Waite-System. Die Karten sind in einer Kreuzform angeordnet, die das Ikigai-Modell visualisiert. In der Mitte liegt die Karte zu „Ikigai/Fazit“, umgeben von Positionen wie "Was kann ich?“, "Was liebe ich?“, „Was braucht die Welt?“ und „Wofür zahlen Menschen?“. Rechts liegt die Karte „Der Teufel“ als „aus dem Stapel gefallen“.

Das waren unsere zufällig gezogenen Karten während des Coachings. Wir haben uns von außen nach innen (zum Kern) durchgearbeitet.

Wir starteten mit der Frage nach ihren Fähigkeiten. Die Karte „6 der Münzen“ zeigt eine Person, die gibt und verteilt. Da meine Klientin bereits eine sehr lange Liste an Talenten mitgebracht hat (von Organisationsgeschick und Kommunikation bis hin zu kreativen Dingen wie Singen, Tanzen oder Nähen), war sie von der Menge ihrer Möglichkeiten fast schon überwältigt.

Die Karte hat uns hier beim Abgleichen geholfen: Sie sah sich in ihrer aktuellen Rolle im Gesundheitswesen wieder – als jemand, der zuhört, Informationen verteilt und Hilfe anbietet. Im Gespräch wurde deutlich, dass sie diese gebende Rolle nicht nur beruflich, sondern auch privat sehr stark ausfüllt, z. B. beim Organisieren von aufwendigen Feiern oder als emotionale Stütze für Freunde.

Ihr Fazit für diese erste Position war daher ganz klar: Ihre Stärke liegt darin, die Fäden zusammenzuhalten, ihre weichen Kompetenzen zu nutzen und in den Austausch zu gehen.

Bei der Frage „Was braucht die Welt?“ und der Karte „10 der Münzen“ kam die Antwort meiner Klientin wie aus der Pistole geschossen: Die Welt braucht mehr Aufklärung über Gefühle und Selbstregulation. Ihr Herz schlägt dafür, die „Softskills der Menschheit“ auszubauen. Damit meint sie das echte Miteinander, die Kommunikation und die menschliche Wärme, die im stressigen Alltag oft untergehen. Für mich war es ein Gänsehaut-Moment im Coaching, als sie erkannt hat, dass sie Räume schaffen möchte, in denen diese Softskills wieder Platz haben.

Ein Thema hat uns aber von der ersten Minute an begleitet: „Der Teufel“. Er ist beim Mischen aus dem Stapel gefallen und lag dann einfach von Beginn an als zusätzliche Karte auf dem Tisch. Wie ein Schatten, der gesehen werden wollte. In der psychologischen Deutung steht er oft für Abhängigkeiten.

Bei meiner Klientin spiegelte er den starken Wunsch nach Anerkennung, aber auch den der finanziellen Freiheit. Ihr war es wichtig, von ihrer Berufung nicht nur leben zu können, sondern sich dadurch auch Wünsche wie das Reisen zu erfüllen. Wir haben diese Themen dann gemeinsam entwirrt. Denn so sehr sie auch zusammenfließen können, so wichtig ist es, Finanzen, Anerkennung und Berufung erst mal getrennt voneinander zu betrachten. Erst wenn die Berufung nicht mehr die Last tragen muss, sofort für maximale finanzielle Freiheit und Bestätigung zu sorgen, kann sie überhaupt frei fließen.

Im Gesamtfazit hat sich zum Ende des Coachings alles zusammengefügt. Hier lag die „7 der Kelche“. Diese Karte zeigt eine Fülle an Kelchen und Möglichkeiten. Im ersten Moment hat das bei meiner Klientin eher Widerstand ausgelöst, weil die Angst vor dem „vollen Markt“ hochkam.

Die Perspektive hat sich dann aber noch mal gedreht: Wir haben die Karte als Einladung gesehen, die eigene Vielseitigkeit als großes kreatives Spielfeld zu begreifen: Ihre Berufung muss kein enger, starrer Jobtitel sein. Sie darf sich auf diesem Spielfeld austoben und Formate wie 1:1-Coaching mit ihrer Leidenschaft für das Sprechen (z. B. in einem Podcast oder auf der Bühne) verbinden. Sie muss sich nicht für eine einzige Sache entscheiden. Sie darf die Fäden in der Hand behalten und immer wieder neue Dinge kreativ miteinander verknüpfen.

Und natürlich haben wir am Ende auch den Sack zugemacht und geklärt, womit sie jetzt ganz konkret als Erstes startet.

So nutzt du das Ikigai-Tarot für dich

Dieses Beispiel zeigt gut, dass deine Berufung ein lebendiges Zusammenspiel deiner verschiedenen Anteile ist. Wenn du auch Lust hast, das Ikigai-Modell mal für dich anzuwenden, kannst du die Fragen, die ich dir gleich stelle, ganz klassisch mit Stift und Papier durchgehen.

Oder du schnappst dir (genau wie wir im Coaching) ein Kartendeck deiner Wahl. Oft kennst du die Antworten tief in dir nämlich schon. Deine Gedanken liegen dann, im wahrsten Sinne des Wortes, offen auf dem Tisch. Das gibt dir die nötige Sicherheit und Bestätigung. Und wer weiß? Vielleicht kitzeln die Karten ja doch noch einen Aspekt wach, den du bisher übersehen hast.

Zieh einfach zu jeder Frage eine Karte. Schau dir dann die jeweils gezogene Karte erst mal ganz wertfrei an. Was siehst du? Welche Figur im Bild spricht dich an? Welches Gefühl löst die Farbe oder das Symbol aus? … Erst danach liest du (wenn du möchtest) die klassische Bedeutung nach. (Wenn du erst mal mehr über psychologisches Tarot wissen möchtest, schau mal hier: Was ist psychologische Tarot-Arbeit?)

Ob mit oder ohne Tarot: Beantworte zuerst die 4 Kernfragen des Ikigai:

  • Was kannst du gut? Achte auf Fähigkeiten, die für dich so selbstverständlich sind, dass du sie oft gar nicht als Stärke wahrnimmst.
  • Was liebst du? Wobei vergisst du Raum und Zeit? Worüber könntest du stundenlang reden?
  • Was braucht die Welt? Welchen kleinen Teil möchtest du beitragen oder verändern? Welche Werte liegen dir besonders am Herzen? Worüber sollten deiner Meinung nach viel mehr Menschen Bescheid wissen? Was muss sich unbedingt in der Welt verändern?
  • Wofür zahlen Menschen? Wann und wofür sind Menschen bereit, Zeit oder Geld zu investieren?

Wenn du für die vier Hauptbereiche Karten gezogen und (erste) Antworten notiert hast, geht es ans Sortieren der Schnittmengen. Hier schaust du dir an, wie die Bereiche ineinandergreifen. Wenn du Tarotkarten nutzt, kannst du für jede Schnittmenge eine weitere Karte ziehen oder die vorhandenen Karten miteinander in Beziehung setzen:

  • Deine Leidenschaft: was du kannst und was du liebst (Nicht alles, was wir können, machen wir gerne. Und nicht alles, was wir lieben, können wir gut.)
  • Deine Mission: was du liebst und was die Welt braucht
  • Deine Berufung: was die Welt braucht und wofür du bezahlt werden kannst (Was in diesem Modell als Berufung bezeichnet wird, greift für die „Berufung“, die wir hier suchen, ein bisschen zu kurz, weil die persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten fehlen.)
  • Dein Beruf: was du kannst und wofür du bereits bezahlt wirst oder wurdest

Am Ende ziehst du eine letzte Karte. Sie ist das Symbol für das große Ganze, an dem alle Fäden zusammenlaufen: Hier zeigt sich, was wir in diesem Blogartikel als Berufung verstehen – was aber nicht zwingend als Beruf ausgeübt werden muss.

Fazit: Deine Berufung darf lebendig sein

Vergiss am besten erst mal den Druck, dass du die eine, riesige Berufung finden musst wie einen versteckten Schatz. Es geht vielmehr darum, dein eigenes Warum zu entdecken, das sich wie ein roter Faden durch dein Leben zieht.

Dieser Wunsch nach Erfüllung ist ein super Signal deiner Intuition. Er zeigt dir, dass das, was du gerade im Alltag tust, nicht ganz zu dem passt, was du eigentlich willst. Deine Werte sind dabei wie ein Navi: Sie sagen dir zwar nicht den exakten Jobtitel, aber sie zeigen dir die Richtung, in der du dich nicht mehr verbiegen musst. Deine Stärken sind dann das Werkzeug, um diese Werte auch wirklich im Alltag zu leben.

Mit Modellen wie dem Ikigai und psychologischem Tarot kannst du deine Gedanken, im wahrsten Sinne des Wortes, offen auf den Tisch legen. Das holt dich raus aus der ewigen Grübelei und gibt dir den nötigen Schubs, um dir selbst endlich das „Go“ für deinen Weg zu geben. Oft spürst du die Antwort ja längst. Das Tarot macht sie nur sichtbar und gibt dir die Sicherheit, die dir gerade noch fehlt. Am Ende ist deine Berufung nämlich kein starrer Punkt, den du einmal triffst und dann ist Ruhe. Sie ist vielmehr ein Spielfeld, auf dem du dich ausprobieren darfst – und zwar genau so, wie es für dich gerade passt.

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