Mein Juli war … überraschend. Anders kann ich es gerade gar nicht beschreiben. Wir dachten, wir erleben einen klassischen Sommerferien-Monat. Und dann gab es einen Abschied, eine kurze Auszeit und einen aufregenden Neubeginn.
Run free, Sina!
Wie du vielleicht aus meinem Monatsrückblick vom Juni mitbekommen hast, hatte ich mir Sorgen um unsere alte Hündin Sina gemacht. Leider wurden meine Sorgen bestätigt und sie hat kurz darauf diese Welt verlassen. Wir denken sehr oft an sie, haben den Abschied aber gut verarbeiten können. Uns war klar, dass dieser Tag nicht mehr ewig auf sich warten lassen würde. Sie hatte seit letztem Herbst immer weiter abgebaut, war ernsthaft krank. Dennoch hatten wir natürlich gehofft, uns bleibt noch etwas mehr Zeit. Aber nun hat sie es geschafft und ist bei Jule, unserer ersten Hündin, von der sie ihr halbes Leben lang begleitet wurde.

Auszeit im Bayerischen Wald
Nachdem wir Sina gehen lassen mussten, haben wir uns eine Woche Auszeit im Bayerischen Wald genommen. Die Kinder wollten unbedingt noch mal zur Sommerrodelbahn und zur Unterkunft vom letzten Jahr. Es hat sich zwar irgendwie leer angefühlt ohne Sina, aber der Tapetenwechsel tat auch gut und die kleine Auszeit hat sicherlich beim Verarbeiten geholfen.

Herzlich willkommen, Nanni
Geplant war es nicht. Zumindest noch nicht. Aber wir haben seit neuestem Hundezuwachs. Wir wussten schon immer, dass wir den zweiten Hundeplatz neu vergeben werden, wenn Sina mal nicht mehr bei uns ist. Wir sind es so gewohnt, zwei Hunde zu halten, dass uns einer alleine irgendwie falsch vorkommt. Und es gibt so unglaublich viele, die ein Zuhause suchen. Die Tierheime sind brechend voll.
Als es dann soweit war, wollten wir aber auch nichts überstürzen. Erst mal den Verlust verarbeiten und schauen, wie es Suri so geht. Wir sagten, dass wir schon merken werden, wenn es soweit ist und welcher Hund es sein soll.
Es hat nicht lange gedauert und ich bin, ohne danach zu suchen, am Vermittlungsbeitrag von Nanni hängengeblieben. Eine einjährige Junghündin in einem Canile auf Sizilien. Ich hab mich verliebt, bevor ich wusste, wer sie ist und wo sie sich befindet. Wir hatten bisher ausschließlich Hunde aus dem (Auslands-) Tierschutz, aber noch nie direkt aus dem Ausland adoptiert. Diese Info musste erst mal wirken, hat uns aber keine Ruhe mehr gelassen. Also haben wir mit dem deutschen Tierschutzverein Kontakt aufgenommen, der sie vermittelt. Und dann, nach einem sehr ausführlichen Gespräch und einer positiven Vorkontrolle, ging alles ziemlich schnell. Denn Nanni sollte nicht länger als nötig in ihrem Betonzwinger sitzen und mit dem nächsten regulären Transport ausreisen.
Und dann die Überraschung: Nanni ist ein Rüde. Nun gut, wir wussten ja, dass wir ein Überraschungspaket bekommen, da über die Hunde im Canile nicht allzu viel bekannt ist. Niemand weiß, wie sie auf Umweltreize und Alltagssituationen reagieren. Sie kennen all das ja gar nicht und haben nur ihren kleinen Zwinger, eine Matte sowie Futter- und Wassernapf. Und vielleicht noch den ein oder anderen Mitinsassen. Wir haben gesagt, wir nehmen den Hund, so wie er ist. Also nehmen wir ihn natürlich auch als Rüden auf. Auch wenn wir bisher noch keine Erfahrungen mit Rüden haben. Aber dann werden wir diese nun wohl machen. Vielleicht ist es einfach an der Zeit. Und was soll ich sagen: Nanni ist ein absoluter Traumhund. Zwar noch schreckhaft und stellenweise sehr herausfordernd, aber er macht so tolle Fortschritte und ist ein richtiger Schatz.
Wir machen gerade so viele neue Erfahrungen, stehen vor neuen Herausforderungen. Aber wie heißt es so schön: Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer. Und ich glaube, von und mit Nanni können wir alle noch eine ganze Menge lernen.

Was im Juli 2025 sonst noch los war
- Nicht nur Nanni hat ein paar spannende Tage hinter sich, sondern auch unsere Hündin Suri. Auch sie muss sich jetzt natürlich erst an die neue Situation gewöhnen. Ich musste in den letzten Tagen sehr achtsam sein und ständig aufpassen. Da blieb natürlich einiges liegen.
- Aufgrund der Sommerferien sind wir hier alle total aus dem Rhythmus und die Uhren ticken langsamer. Auf der einen Seite ist es schön, auf der anderen freue ich mich, bald wieder mehr Struktur zu haben. Ein relativ fester Tagesablauf kostet mich einfach viel weniger Energie.
- Ich durfte ein paar neue YouTube-Abonnenten begrüßen. Mein kleiner Kanal wird ja wirklich nur so nebenher bespielt und reine Audio-Podcasts funktionieren auf YouTube eher nicht so gut. Umso mehr freue ich mich über jeden einzelnen Zuhörer.
Blog-Rückblick Juli 2025

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„12 von 12“ ist eine Blog-Tradition, die ich auf YouTube ausgelagert habe und bei der es darum geht, den 12. Tag eines Monats mit 12 Bildern zu dokumentieren. Video ansehen
Was war vor 12 Monaten – im Juli 2024?
Vor genau einem Jahr waren wir an genau demselben Ort im Bayerischen Wald wie in diesem Jahr. Damals noch mit Sina. Diese eine Woche Urlaub hatte sich angefühlt wie ein ganzer Monat, so erholt kam ich zurück.
Und ich habe den Menschenfieber Audioblog auch auf YouTube zur Verfügung gestellt. Bis dahin gab es den dort nämlich nicht. Aber mit dem Aus von Google Podcasts bin ich einfach dorthin umgezogen, damit der Audioblog auch über YouTube Music angehört werden kann.
Hier kannst du meinen Juli-Rückblick von 2024 lesen.
Ausblick auf den August 2025
- Wir arbeiten weiter an der Zusammenführung der Hunde.
- Mein Blog wird langsam wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen.
- Ich werde mir aber auch ein bisschen Zeit für mich freischaufeln. Einfach um mal Pause zu machen und die Anspannungen der letzten Wochen zu lösen.







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