Ich nutze Tarot als psychologisches Hilfsmittel, um ein monatliches Abgrenzungsthema mit passenden Reflexionsfragen auszuwählen. Warum es den Monatsimpuls gibt und wie du mit ihm arbeiten kannst, wenn du lernen möchtest, dich besser abzugrenzen, beschreibe ich dir in diesem Blogartikel.
Wenn du mehr über die psychologische Arbeit mit den Karten erfahren möchtest, schau mal hier: Was ist psychologische Tarot-Arbeit?
Inhalt
Warum gibt es den Monatsimpuls?
Warum Tarotkarten?
Wie ich für den Monatsimpuls mit den Karten arbeite
Wie du mit dem Monatsimpuls arbeiten kannst
Gehe davon aus, dass du etwas für dich mitnehmen kannst
Schreibe alles auf
Assoziiere selbst zu den Bildern
Nutze den Blick von außen
Lass weg, was nicht passt
Fazit
Warum gibt es den Monatsimpuls?
Der Monatsimpuls soll dir helfen, dich selbst oder gewisse Umstände besser zu verstehen und dich zu orientieren. Da ein Rat nie für jeden passt, stehen – neben gut dosierten psychologischen Hintergrundinfos – Fragen zur Reflexion im Vordergrund.
Du kannst mit dem Monatsimpuls auch deine Wahrnehmung und Intuition trainieren. Beides hilft dir, die für dich richtigen Entscheidungen zu treffen und mit schwierigen Situationen selbstbewusst und sicher umzugehen.
Außerdem möchte ich zu einem neuen Tarotverständnis beitragen: Die Karten haben ihre Geschichte, ihren wahrsagerischen Ruf. Und das ist auch gut so. Wahrscheinlich wirken sie mitunter genau deswegen so faszinierend auf viele Menschen. Aber ich finde es sehr schade, wenn sie nur darauf reduziert werden. Denn sie können so viel mehr. Sie sind eines der wirksamsten psychologischen Hilfsmittel, die ich kenne, wenn es darum geht, einen klaren Blick auf die Situation zu bekommen.
Warum Tarotkarten?
Das Gehirn liebt Bilder, Farben und Symbolik. Oder anders: Es kann diese blitzschnell wahrnehmen und verarbeiten. Sehr viel schneller als Worte.
Dieses Wahrnehmen und Verarbeiten passiert zunächst am Verstand vorbei und geht tiefer. Das hilft dabei, genau die Informationen aus uns herauszukitzeln, die wir gerade brauchen. Erstmal (ein Stück weit) losgelöst von stressenden Glaubenssätzen und hinderlichen Zweifeln, die unsere bewusste Wahrnehmung filtern und oft für unsere Probleme (mit) verantwortlich sind.
Die Symbolik auf den Tarotkarten hat System. Deswegen funktionieren sie so gut. Man könnte aber auch anderes Bildmaterial nutzen. Weil wir im Grunde überall Antworten und Zeichen finden können, wenn wir danach suchen. Aber warum sollten wir nicht das nutzen, was schon da ist und sich bewährt hat?
Wie ich für den Monatsimpuls mit den Karten arbeite
Normalerweise habe ich noch keine bewusste Idee fürs nächste Monatsthema. Ich ziehe also einfach eine Karte und lasse mich davon überraschen, was ich darin „lesen“ kann.
Ich weiß erst mal nur, dass diese Karte das Thema widerspiegeln soll. Dafür schau ich auf die gezogene Karte und beschreibe, was darauf abgebildet ist: Wo fällt mein Blick direkt hin? Was auf dieser Karte springt mir besonders ins Auge? Was sehe ich erst später?
Dann verknüpfe ich genau das mit möglichen Abgrenzungsthemen: Womit verbinde ich das, was mir gerade besonders auffällt? Wie fühlt sich das für mich an? Welche Stimmung vermittelt die Karte momentan (das Gesamtbild und/oder der entsprechende Ausschnitt)? Was könnte hier als Thema zugrunde liegen?
Was ich hier assoziiere, basiert auf meinem Wissen, auf meinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen und auf dem, was ich aktuell um mich herum so wahrnehme (bewusst oder unbewusst). Du selbst verknüpfst vielleicht ganz andere Dinge mit den Bilden. Und das, was ich wahrnehme und raus filtere, gebe ich auch nur auszugsweise wieder. Es ist nie ein komplettes „Bild“. Und wenn du was anderes wahrnimmst, andere Gedanken dazu hast, ist es nie falsch. Dann orientiere dich immer an dir selbst und nimm meine Sicht bei Bedarf als Ergänzung dazu.
Zusätzlich zu meinen eigenen Assoziationen nutze ich fast immer auch die mythologische Bedeutung der jeweiligen Karte für meine Interpretation.
Und genauso mache ich das mit jeder anderen Karte im Legemuster. Neben dem Thema gibt es z. B. noch eine Karte, die Handlungsimpulse geben soll und eine, die eine mögliche Entwicklung oder eine Vorgeschichte spiegelt. Außerdem lasse ich das gesamte Kartenbild auf mich wirken. Denn es erzählt immer eine Geschichte – die sich auch von den vorher festgelegten Positionen lösen kann.
Wie du mit dem Monatsimpuls arbeiten kannst
Du kannst dir das jeweils aktuelle Thema über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder in Erinnerung rufen und dich mit Hilfe ausgewählter Impulsfragen selbst beobachten. Oder du reflektierst in einem Rutsch zu den jeweiligen Themen, die dich interessieren. Nimm dir dafür Zeit und mach das auch wirklich in Ruhe.
Eine Frage, die du dir immer – auch über dieses Format hinaus – stellen kannst, ist: Was kann ich hier für mich mitnehmen?
Die Themen sind natürlich nicht an den entsprechenden Monat gebunden. Wenn du über einen Monatsimpuls stolperst, der schon älter ist, und du daran hängenbleibst, arbeite damit. Denn dann ist das Thema für dich gerade in irgendeiner Form von Bedeutung.
Gehe davon aus, dass du etwas für dich mitnehmen kannst
Denn jeder Moment hält irgendein Geschenk für uns bereit. Jede Situation kann uns etwas lehren oder uns an etwas Hilfreiches erinnern – wenn wir hinsehen und zuhören. Manchmal ist es gar nicht das eigentliche Thema oder eine der Fragen, sondern ein beiläufig erwähnter Nebensatz. Irgendwas ist aber immer für dich drin. Und wenn du mit dieser Haltung und der oben genannten Frage an den Monatsimpuls gehst, wirst du auf irgendeine Art von ihm profitieren.
Schreibe alles auf
Ich empfehle dir, deine Antworten, Gedanken und Wahrnehmungen aufzuschreiben – am besten per Hand. Du verarbeitest dadurch tiefer und wirst so manche Verknüpfung leichter herstellen können, als wenn du nur darüber nachdenkst. Du könntest dafür eine Art Coaching-Tagebuch nutzen. Was das ist und welche Vorteile es hat, kannst du hier nachlesen.
Assoziiere selbst zu den Bildern
Möchtest du deine Selbstwahrnehmung trainieren und deine Intuition stärken, assoziiere am besten auch selbst zu den Bildern. Idealerweise, bevor du meine Gedanken zu den einzelnen Karten liest. Schreib alles auf, was du wahrnimmst und dir an Gedanken in den Sinn kommt, und lies erst dann weiter.
Wie ich vorhin schon mal geschrieben habe, ist das, was du selbst wahrnimmst immer richtig. Sieh meine Verknüpfungen und Deutungen als Ergänzung an – nicht deine als falsch.
Nutze den Blick von außen
Solche gerade genannten Ergänzungen sind besonders dann sinnvoll, wenn uns ein Thema sehr nahe geht und wir mitten im Problem stecken. Denn dann haben wir einen Tunnelblick: Die Karten spiegeln uns ausschließlich den aktuellen Problemkreislauf und wir sind „blind“ für den Lösungsimpuls. Hier hilft der (fachliche) Blick von außen. Von einer Person, die von deinem konkreten Problem nicht betroffen ist und genügend emotionalen Abstand zum Thema hat.
Lass weg, was nicht passt
Du solltest sämtliche Impulse immer auf dich und deine Situation anpassen. Du musst auch nicht alle Fragen (schriftlich) beantworten. Meine Gedanken und Impulsfragen sind immer nur Angebote. Du entscheidest, was davon du annimmst. Wähle aus. An welchen Textstellen und Fragen bleibst du (kurz) hängen? Auf diese kannst du dich fokussieren. Auch wenn du eine stärkere Ablehnung gegenüber einen der Impulse empfindest, lohnt es sich, dort mal genauer hinzuschauen.
Fazit
Die Monatsimpulse können dir helfen, dich selbst in bestimmten Situationen besser zu verstehen. Und auch die Sicht auf deine Mitmenschen kann sich verändern. Wenn du die Impulse ein bisschen wirken lässt und die Reflexionsfragen (am besten schriftlich) beantwortest, wirst du dich selbst besser kennenlernen, dich besser abgrenzen können und gestärkter durch so manche schwierigen Momente gehen.
Das Assoziieren zu den Tarotkarten und das intuitive Auswählen der Fragen und Impulse trainiert deine Wahrnehmung. Eine gute (Selbst-) Wahrnehmung und ein gewisses psychologisches Hintergrundwissen brauchst du, um für dich passende Entscheidungen zu treffen und nicht immer wieder in tiefe Zweifel zu rutschen.
Die Fragen und Impulse bilden dabei nie das komplette Thema ab. Sie können für dich aber ein Anfang oder eine Erinnerung sein.
Du möchtest direkt starten? Hier geht’s zu den Monatsimpulsen.
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